Migrants Music Manifesto

Projektkoordination: Musiques de Nuit diffusion / Rocher de Palmer (FR)
Partner:
alba KULTUR (DE) /// Muziekpublique (BE) /// ENCC - European Network of Cultural Centres (BE) /// Associazione Abusuan - Abusuan Intercultural Center (IT) /// EDRA - Kinonikes Sineteristikes Drastiriotites Efpathon Omadon (GR) /// ARI Institute - Ecoles des Hautes Études en Science Sociales (FR)

Förderbereich: Kleine Kooperationsprojekte
Fördersumme:
200.000 Euro
Gesamtdauer: November 2019 - Juni 2022

Ziel des Projekts ist es, die Verständigung mit und das Verständnis von Migrant:innen und Flüchtlingen in Europa durch Musik zu verbessern.

Die Organisationen des europäischen Konsortiums entwickeln neue Methoden des Empowerments der Akteur:innen des Ökosystems musikalischer Vielfalt und neue Materialien für Mediator:innen, um den transkulturellen Dialog und die Partizipation von Migrant:innen und Flüchtlingen mit Musik zu befördern.
Dazu findet in Köln die Projektwoche „Migrants Music Manifesto“ als mehrtägiges Laboratorium zur musikalischen Vielfalt statt mit interaktivem WorkshopLab, Residenz und Konzert des Projektorchesters, Musikfilm Screenings und einer kulturpolitischen Generaldebatte „Zur Zukunft musikalischer Vielfalt“.
Durch die Vorbereitung der Projektwoche in Kooperation mit zahlreichen Partnern, lokalen und regionalen Akteur:innen und Musiker:innen, Institutionen und Vertretungen von diversen musikalischen Communities gibt es eine breite Verankerung in der lokalen Musiklandschaft in NRW. Gleichzeitig schlägt die Projektwoche als europäisches Modellprojekt auch die Brücke zu Partnern aus Griechenland, Italien, Frankreich und Belgien, sodass trotz der Pandemie und den weiter geschlossenen EU Grenzen ein starkes Bekenntnis zur internationalen Anbindung der Metropolregion NRW und zum nachhaltigen und friedlichen Austausch der Kulturen erfolgt.

Digitale Materialsammlungen zu verschiedenen Musikkulturen werden für den Kultur- und Bildungssektor in fünf Sprachen und als nachhaltiges Element der Projektwoche erstellt, um durch Wissen über Musiken der Welt die Akzeptanz von kulturellen Minderheiten in urbanem Umfeld in Europa befördern, Multiplikator:innen und Mediator:innen zu ermutigen neue Methoden des Empowerments und neue Materialien in ihrer Arbeit einzusetzen in Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen und anderen kulturellen Organisationen und Projekten, um damit Transkulturalität der Musik und Multilingualität zu fördern.

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Heute sind die musikalischen Quellen grenzenlos, heterogen und vielfältig, aus denen sich Musikschaffende und Publikum inspirieren lassen und mit denen Dialoge musikalischer und kultureller Ideen und Werte eröffnet werden. Die Zusammenarbeit mit migrierten und exilierten Musiker:innen auf Augenhöhe und die Implementierung von Partizipation im Bereich musikalischer Vielfalt ist die Basis für „shared cultures“ in Europa und friedvoller gesellschaftlicher Entwicklung - lokal, regional und international.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

Ohne einen starken institutionellen und mit EU Programmen vertrauten Partner als Projektkoordinator ist es selbst für erfahrene, international arbeitende Organisationen der Freien Kultur nicht ratsam einen Antrag zu stellen. Die komplexen administrativen Erfordernisse lassen sich nicht mit Engagement und fachlicher Kompetenz im Kulturbereich und/ oder Kenntnis des eigenen Arbeitsfeldes ausgleichen.

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen.

Unser Projekt wurde unmittelbar vor Beginn der Pandemie bewilligt. Da es inhaltlich und praktisch nicht in Frage kam die ursprünglich geplanten Aktivitäten digital zu realisieren, hatten wir rasch entschieden die geplante Projektwoche um ein Jahr auf September 2021 zu verschieben. Die dadurch verlängerte Vorlaufzeit hat es uns ermöglicht während des Shutdowns der Kultur intensiv an der thematisch-inhaltlichen Entwicklung zu arbeiten. Dabei konnten wir zahlreiche neue Partner:innen und Unterstützer:innen für das Projekt gewinnen und mit allen Beteiligten profund die konkreten Vorbereitungen für die verschiedenen Projektmodule erarbeiten. Dies wäre ohne die Pandemie so nicht möglich gewesen.

 

alba KULTUR
Köln
Birgit Ellinghaus
Tel.: +49 221 813211
E-Mail: birgit[at]albakultur[punkt]de

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