Europäische Plattformen

 

Europäische Plattformen sind Zusammenschlüsse von mindestens 12 Kultureinrichtungen aus mindestens 12 am Programm teilnahmeberechtigten Ländern, die in einem gemeinsam konzipierten europaweiten Programm aufstrebenden europäischen Talenten den Sprung auf den europäischen Markt erleichtern und sie einem breiten europäischen Publikum präsentieren („business to consumer“). Eine Plattform besteht aus einer antragstellenden Einrichtung, die auch Koordinierungsstelle oder coordination entity genannt wird, sowie mindestens 11 weiteren Kultureinrichtungen, die als Mitglieder oder member organisations bezeichnet werden.

Bitte beachten Sie:
Die folgenden Angaben dienen der ersten Orientierung. Detailliertere Informationen zum Förderbereich finden Sie im Call Document, das mit den Antragsunterlagen veröffentlicht wird.

Was wird gefördert?

Europäische Plattformen sind Showcase oder Springboard Plattformen, bestehend aus einer koordinierenden Einrichtung und mindestens 11 Partnern. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung für die Karrieren und die professionelle Entwicklung aufstrebender europäischer Künstler:innen auf dem europäischen Markt.

Inhaltliche Prioritäten:

  • Sichtbarkeit aufstrebender europäischer Nachwuchskünstler:innen in Europa und darüber hinaus stärken
  • Förderung einer fairen, inklusiven und vielfältigen Arbeitsumgebung für aufstrebende Künstler:innen
  • Beitrag zur Steigerung der ökologischen Nachhaltigkeit und des Umweltbewusstseins des jeweiligen Sektors
  • Publikumsentwicklung: Zugang zur Kultur und Beteilgung an der Kultur verbessern
  • Erarbeitung einer künstlerischen Redaktions- und Markenstrategie

Wer kann beantragen?

Die antragstellende Organisation und die Partner müssen juristische Personen sein, die in mindestens 12 verschiedenen teilnahmeberechtigten Ländern registriert sind. Die antragstellende Organisation muss zum Zeitpunkt der Antragsfrist seit mindestens zwei Jahren rechtlich existieren.

 

 

Wie viel kann die EU bezuschussen?

Bei der Antragstellung 2021 handelt es sich um eine Ko-Finanzierung für drei Jahre:

  • Es können maximal 80% der förderfähigen Gesamtkosten beantragt werden.
  • Für die dreijährige Laufzeit können max. 2,1 Mio. € beantragt werden, die in jährlichen Raten an die antragstellende Organisation ausgezahlt werden.
  • Pro Jahr können > 60.000 € des Budgets den Mitgliedern der Plattform (Partnerorganisationen) zugewiesen werden

Zeitplan

Einreichfrist: 29. September 2021 (17Uhr MEZ)
Bewertung: Oktober-Dezember 2021
Ergebnisse: Januar-Februar 2022
Vertragsunterzeichnung: Februar/ März 2022

Wo und wie bewerbe ich mich?

Die Antragstellung erfolgt über das Funding and Tenders Opportunities Portal.

Wie wird der Antrag bewertet?

Für die Bewertung werden vier Bewertungskriterien herangezogen:

  • Relevanz
  • Qualität der Inhalte und Aktivitäten
  • Verbreitung
  • Projektmanagement

Es können max. 100 Punkte erreichet werden. Ab welcher Punktzahl ein Projekt gefördert wird, entscheidet sich im Vergabeverfahren. Ein Projekt muss jedoch mind. 70 Punkte insgesamt und mind. 50% der möglichen Punktzahl pro Bewertungskriterium erreichen, um für die Förderung in Betracht gezogen zu werden.

Gut zu wissen
Die Projekte werden nach einem mehrstufigen Verfahren, an dem Vertreter der EACEA, der Generaldirektion Bildung und Kultur in der Europäischen Kommission (GD EAC) und Experten aus den am Programm teilnehmenden Ländern beteiligt sind, ausgewählt. Interessierte können sich als nationale Experten auf den Aufruf zur Expertensuche bewerben.

 

Videotutorial zum Online-Antragsportal der EU