Europäische Netzwerke

 

Europäische Netzwerke vertreten als europäische Verbände jeweils eine Kultursparte und sorgen für die grenzübergreifende Vernetzung innerhalb einer Sparte. Netzwerke bestehen aus einer antragstellenden Organisation (Koordinator) und den Mitgliedern des Netzwerkes. Das Netzwerk repräsentiert die Interessen und Werte aller Mitglieder und übt repräsentative Aufgaben aus. Europäische Netzwerke sind für alle Kultur- und Kreativbranchen offen (ausgenommen des audio-visuellen Sektors). Die Arbeit der Europäischen Netzwerke soll darauf abzielen, die Kapazitäten der europäischen Kultur- und Kreativbranche zu verbessern, Talente zu fördern, innovative Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu finden und für Arbeitsplätze und Wachstum zu sorgen.

Bitte beachten Sie:
Die folgenden Angaben dienen der ersten Orientierung. Detailliertere Informationen zum Förderbereich finden Sie im Programmleitfaden („Guidelines"), der mit den Antragsunterlagen veröffentlicht wird.

Was wird gefördert?

Was wird gefördert?
Für die Antragstellung 2021 gibt die Europäische Kommission folgende Prioritäten vor, von denen mindestens eine im Antrag berücksichtig werden muss:

  • Den Zugang zu und die Teilhabe an Kultur sowie die Beteiligung und die Entwicklung des Publikums fördern.
  • Kapazitätenaufbau innerhalb des europäischen Kultur- und Kreativsektors betreiben und dabei insbesondere kleinere Organisationen einbeziehen, um in Europa und darüber hinaus aktiv zu sein.
  • Einen Beitrag zum europäischen Green Deal leisten, insbesondere zum Neuen Europäischen Bauhaus, und die europäischen Kultur- und Kreativsektoren ermutigen, nachhaltigere und umweltfreundlichere Praktiken anzuwenden.
  • Dem europäischen Kultur- und Kreativsektoren dabei helfen, neue Technologien in vollem Umfang zu nutzen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Wer kann beantragen?

Die antragstellende Organisation muss in einem teilnahmeberechtigen Land registriert sein und zum Tag der Antragstellung seit mindestens zwei Jahren existieren.

Wie viel kann die EU bezuschussen?

Bei der Antragstellung 2021 handelt es sich um eine Ko-Finanzierung für drei Jahre:

  • Es können maximal 80% der förderfähigen Gesamtkosten beantragt werden.
  • Für die dreijährige Laufzeit können max. 825.000€ beantragt werden, die in jährlichen Raten an die antragstellende Organisation ausgezahlt werden.
  • Es werden Kosten rückwirkend ab dem 01.01.2021 anerkannt.

Zeitplan

Der Zeitplan der Antragstellung ist noch nicht bekannt. Die Ausschreibung für 2021 wird für Anfang Juni 2021 erwartet. Gefördert werden Netzwerke über drei Jahre (2021-2023). Die nächste Ausschreibung wird im Jahr 2023 erfolgen und voraussichtlich eine Laufzeit über vier Jahre (2023-2027) vorsehen.

Wie und wo bewerbe ich mich?

Die Antragstellung erfolgt über das Funding and Tenders Opportunities Portal. Weitere Hinweise und Tipps folgen, sobald die Ausschreibung veröffentlich wurde.

Wie wird der Antrag bewertet?

Für die Bewertung werden vier Bewertungskriterien herangezogen:

  • Relevanz (40 Punkte)
  • Qualität der Inhalte und Aktivitäten (25 Punkte)
  • Verbreitung (25 Punkte)
  • Projektmanagement (10 Punkte)

Es können max. 100 Punkte erreichet werden. Ab welcher Punktzahl ein Projekt gefördert wird, entscheidet sich im Vergabeverfahren. Ein Projekt muss jedoch mind. 70 Punkte insgesamt und mind. 50% der möglichen Punktzahl pro Bewertungskriterium erreichen, um für die Förderung in Betracht gezogen zu werden.

Gut zu wissen
Die Projekte werden nach einem mehrstufigen Verfahren, an dem Vertreter:innen der EACEA, der Generaldirektion Bildung und Kultur in der Europäischen Kommission (DG EAC) und Expert:innen aus den am Programm teilnehmenden Ländern beteiligt sind, ausgewählt. Interessierte können sich als nationale Expert:innen auf den Aufruf zur Expertensuche bewerben.