Sounds of Changes

Projektkoordination: Flygvapenmuseum (SE)
Partner: LWL-Industriemuseum (DE) /// Arbetets museum (SE) /// Museum of Municipal Engineering in Krakow (PL) /// Tehniski Muzej Slovenije (SI) /// Työväen museoyhdistys ry (FI)

Förderbereich: Kleine Kooperationsprojekte
Fördersumme: 200.000 Euro
Förderzeitraum: September 2017 - September 2019

Wie klingt der Wandel in Europa? Bestimmen heute Roboter die Sounds der großen Fabriken? Verändert sich die Soundscape des Verkehrs? Welche Geräusche verschwinden? Welche neuen Geräusche nehmen Einzug in unseren Alltag? Dies sind einige der Fragen, mit denen sich der wissenschaftliche Dienst des LWL-Industriemuseums im EU-Projekt „Sounds of Changes“ beschäftigt.
Ziel ist es, gemeinsam mit den Partnermuseen aus Schweden, Finnland, Polen und Slowenien 800 Sounds of Changes ausfindig zu machen, aufzunehmen, zu dokumentieren und öffentlich zugänglich zu machen. Die Sounds können Geräusche einzelner Gegenstände oder Soundscapes (Klanglandschaften) mit einer Vielzahl von Klängen sein. Das Themenspektrum reicht dabei von Strukturwandel über Energiewende, Digitalisierung und technischen Fortschritt bis hin zu Protesten, die Verlangen nach und Angst vor Veränderung ausdrücken.
Plattform für die Sounds of Changes ist die Online Datenbank www.soundsofchanges.eu. Alle Klänge können dort angehört, kostenfrei heruntergeladen und unter der Creative Commons Lizenz (CC BY 4.0) verwendet werden.
Zusätzlich zur Dokumentation der Klänge erarbeiten die Museen Verwendungsbeispiele für die Tonaufnahmen: mit Fachhochschulen, Künstler*innen, Wikipedia und anderen lokalen und internationalen Partnern. Diese Praxisbeispiele werden in allen Partnermuseen in einer Abschlussausstellung im Mai 2019 vorgestellt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Europa, die Zusammenarbeit in Europa und der Austausch mit Partnern aus Europa sind uns wichtig. Veränderungen entstehen selten nur an einzelnen Orten, sondern in unterschiedlichen Ausprägungen europaweit. Für eine europäische Geschichte gilt es, Gemeinsamkeiten und regionale Besonderheiten festzuhalten. Gemeinsame Projekte haben eine große Ausstrahlungskraft. Nur sie ermöglichen, ein Geräuscharchiv mit über 1000 Sounds und einem so vielfältigen Themenspektrum wie bei Sounds of Changes.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

Anträge sorgfältig studieren und Machbarkeit prüfen (Personalressourcen, Eigenanteil, Zeitfenster); passende Partner (und Kooperationspartner vor Ort) finden und sich vorab auf gemeinsame Ziele verständigen; klare Strukturen schaffen; von Anfang an mögliche Nutzungen, partizipative Elemente und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen im Auge behalten.

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen.

In der letzten Zeche des Ruhrgebiets, Prosper Haniel, entstanden ganz besondere Aufnahmen. Das Projektteam des LWL-Industriemuseums nutzte im Sommer 2018 die letzte Gelegenheit, um Tonaufnahmen der Untertagewelt zu machen. Prosper Haniel schließt Ende Dezember 2018. Danach werden diese seit mehr als 150 Jahren so typischen Geräusche für das Ruhrgebiet verklungen sein.

LWL-Industriemuseum
Dortmund
Konrad Gutkowski
Tel.: +49 (0) 231 / 6961270
E-Mail: Konrad.Gutkowski[at]lwl[punkt]org

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