CERARE - Storytelling Ceramic Artifacts through Augmented Reality

Projektkoordination: KI Keramik-Institut GmbH (DE)
Partner:
CyprusPottery -CeramicAssociation (CY) /// Instytut Ceramiki i Materialow Budowlanych (PL) /// Theofanis Alexandridis Kai Sia EE (GR)

Förderbereich: Kleine Kooperationsprojekte
Fördersumme: 199.800 Euro
Förderzeitraum: 2017-2019

Keramik ist ein europäisches Kulturgut. Zu diesem Kulturgut gehören Geschirr und Figuren aber auch Ofenkacheln und Fliesen. Keramik wird im Moment von den meisten Einwohnern Europas nur noch als Gebrauchsgut über den Preis und seine technischen Eigenschaften definiert. Ziel des Projekts ist es, dass Keramik in Europa wieder als kulturelle Leistung wahrgenommen und verstanden werden soll. Dafür bekommen Hersteller oder Besitzer von keramischen Objekten eine Software zur Verfügung gestellt, mit der keramische Objekte an Hand von Geschichten für ein breites Publikum interessant gemacht werden können. Es wird die Technik der sogenannten erweiterten Realität genutzt, um die Geschichten zu transportieren und sie im Rahmen einer App auf Smartphones und Tablets zusammen mit dem Objekt verfügbar zu machen.
Die Schritte sind:

  1. Erstellung von 9 sogenannten Mock-Ups, um die zukünftige Funktionsweise des Systems vorstellen zu können.
  2. Im Kontakt mit den Akteuren, welche Geschichten zu keramischen Objekten in eine App bringen sollen, werden die für die App notwendigen Funktionen ermittelt.
  3. Die App wird programmiert, getestet und verbreitet.
  4. Mehr als 100 Akteure aus Europa werden eingeladen Geschichten zu Keramiken in die App zu stellen.
  5. Bewerbung der App unter Keramiker*innen, Museen, Unternehmen.
  6. Kostenlose Verbreitung der App unter Android und IOS für Anwender*innen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Die Keramik hat in Europa in den letzten 50 Jahren einen rapiden Verfall in der Wertwahrnehmung der Europäer*innen erfahren. Dies betrifft alle Konsument*innen und alle Hersteller Europas. Es lag deshalb nah, den Versuch zu unternehmen die Keramik als  Kunst auf europäischer Ebene wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. Die Idee, dazu die Möglichkeiten der erweiterte Realität einzusetzen, kam von einem Softwarehaus aus Griechenland, welches schon früher mit dem Keramik-Institut zusammengearbeitet hat.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

Für das Projekt war es möglicherweise hilfreich, zur Durchsetzung des Ziels eine sehr neue Technologie einzusetzen: Erweiterte Realität. Vielleicht ist es nur dadurch gelungen, die erforderlichen Fördermittel zu erhalten, um am Ende das eigentliche Ziel - Steigerung der Wahrnehmung der Keramik als europäisches Kulturgut - zu erreichen.

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen.

Am 26./27. Juli fand das CERARE-Anwendertreffen in Meißen statt. Am 28. Juli wollten die beiden aus Athen angereisten Programmierer über München zurück nach Hause. An diesem Morgen kam es auf dem Münchner Flughafen zu einem Zwischenfall, der die Pläne aller Reisenden auf dem Münchner Flughafen gründlich durcheinander brachte. Nikos und Alexandros strandeten für fast 2 Tage in München. Auf meine mitfühlende E-Mail bekam ich die Antwort: “Am Anfang haben wir uns sehr geärgert, aber München ist schön und das Deutsche Museum war sehr, sehr  interessant.“ Da  war unser Problem wieder: „Deutsches Museum“ statt Museum „Nymphenburger Porzellan“. Halten wir Ihnen  zu Gute, dass das „Deutsche Museum“ weltweit DAS Technik -und Wissenschaftsmuseum ist und deshalb bekannter als eines der weltweit besten Porzellanmusseen ist.

 KI Keramik-Institut GmbH
Meißen
Rüdiger Köhler
Tel.: +49 (0) 3521 / 463510
E-Mail: r.koehler[at]keramikinstitut[punkt]de

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