Moving Digits: Augmented Dance for Engaged Audience

Projektkoordination: Madeira Interactive Technologies Institute M-ITI (PT)
Partner: Hochschule Düsseldorf (DE) /// Sõltumatu Tantsu Lava (EE)

Förderbereich: Kleine Kooperationsprojekte
Fördersumme:
199.999 Euro
Gesamtdauer: 2018-2020

"Moving Digits": Augmented Dance for Engaged Audience" zielt darauf ab, das Verständnis und Engagement des Publikums für zeitgenössische Tanzperformances zu verbessern und Tanz (auch nach der Aufführung) in einer erweiterten Form erlebbar zu machen. Außerdem soll das Projekt Tänzer*innen, Choreograf*innen und Techniker*innen zusätzliche Werkzeuge für Ausdruck, Archivierung und Analyse zur Verfügung stellen.
Es werden verschiedene Technologien wie Körpersensoren und Bewegungsverfolgung eingesetzt und mit individuellen künstlerischen Ansätzen kombiniert, um Informationen von Tänzer*innen zu visualisieren. Die Daten werden durch Mixed Reality (MR)-Techniken transformiert und in Formen verwendet, die die Tänzer*innen umgeben, ihnen folgen und ihre Präsenz auf der Bühne nicht nur informativ, sondern auch künstlerisch verstärken.

Die Lösungen, die in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Tanzschaffenden aus verschiedenen Ländern entwickelt werden, basieren auf einer partizipativen Design-Perspektive und werden auch in Form von Virtual Reality (VR)-Visualisierungen und als einfach zu bedienende Open-Source-Software zur Verfügung gestellt.
Das Projekt ermöglicht es dem bestehenden und neuen Tanzpublikum, mehr Empathie mit den Tänzer*innen zu empfinden und ihnen "unter die Haut" zu gehen, indem es ein besseres Verständnis für ihren physischen Zustand und ihre Bewegung gewinnt. Das Projekt führt auch zu einem besseren Verständnis und einer besseren Dokumentation von Bewegung im Tanz.

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Aufgrund unserer kompatiblen Interessen im Bereich der angewandten Technologien und des benutzerzentrierten Designs suchten wir nach einer passenden Gelegenheit, mit dem Madeira Interactive Technologies Institute zusammenzuarbeiten, und das Creative Europe Programm war eine ideale Gelegenheit, dies zu verwirklichen. Außerdem hatten wir bereits Erfahrung mit der Zusammenarbeit in der Tanzszene auf regionaler Ebene, und sahen das Projekt als Chance, diese auf europäischer Ebene zu erweitern.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

Beginnen Sie frühzeitig mit dem Antragsverfahren, um Ihre Partner kennen zu lernen und eine Projektidee zu konzipieren, für die alle gleichermaßen motiviert sind, sowie einen Arbeitsplan zu erstellen, der an die Arbeitsgewohnheiten aller angepasst ist. Planen Sie bei der Erstellung des Projektzeitplans genügend Zeit für kreative Prozesse ein, damit Sie sich mehr auf die Qualität des Prozesses als auf das Ergebnis selbst konzentrieren können, was schließlich der wichtigste Aspekt für ein gutes Ergebnis ist.

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen.

Der erste Aufruf zur Teilnahme von Künstler*innen am Projekt war sehr erfolgreich und zog insgesamt 92 Bewerbungen von Tänzer*innen und Choreograph*innen aus aller Welt nach sich – wohlgemerkt für nur 10 mögliche Teilnehmer*innen. Die schiere Menge und sehr hohe Qualität der Bewerbungen war überwältigend, zeigte uns aber zugleich das große Interesse an der Thematik. Der anschließende Entscheidungsprozess war nachvollziehbarerweise sehr schwierig.

Hochschule Düsseldorf
Ivana Druzetic
Tel.: +49 (0)163 7616 834
E-Mail: ivana.druzetic[at]hs-duesseldorf.de

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