ID: Babylon

Projektkoordination: Theatre du Pelican (FR)
Partner: Das Letzte Kleinod (DE) /// Delleali Associazione Culturale (IT) /// Glej Theatre (SI) /// Slovene National Theatre Nova Gorica (SI) /// The Albany (UK)

Förderbereich: Kleine Kooperationsprojekte
Fördersumme:
200.000 Euro
Gesamtdauer: 2018-2020

ID:Babylon ist ein internationales Jugendtheaterprojekt, an dem sich europäische Theater aus Frankreich, Slowenien, Italien, England und Deutschland beteiligen. Es wird von 2018 bis 2020 realisiert. Jugendliche aus großen Städten oder ländlichen Regionen beschäftigen sich mit ihrer Identität und ihrer Sicht auf Europa. Die Jugendlichen erarbeiten Fragen zu Themen, die sie bewegen. Es werden junge Menschen mit Migrationshintergrund und junge Geflüchtete in dieses Projekt einbezogen. In den beteiligten Ländern führen die Jugendlichen mit Gleichaltrigen Interviews und Gespräche. ID: Babylon geht zusammen mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern auf die Suche nach gemeinsamen Wünschen, Zielen und Vorstellungen. Aus dem Textmaterial schreibt eine französische Autorin ein Theaterstück, das von jungen Menschen aus den fünf beteiligten Ländern als Co-Production aufgeführt wird. Ebenso werden von den Jugendlichen vor Ort eigene Theaterstücke aus dem Interviewmaterial entwickelt und präsentiert. Die Jugendlichen aus Deutschland spielen ihre so entstandene Produktion unter dem Titel »It was/n’t« auch in Polen und realisieren einen gemeinsamen Workshop mit polnischen Jugendlichen zum Thema des Projektes und der Idee „Europa“. Zum Abschluss wird ein Video-Clip eines jungen Londoner Filmemachers vorbereitet, der ID:Babylon mit den Dartsteller*innen der Co-Production nochmal auf ganz eigene Art interpretiert.

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Ein europäisches Projekt ist auf jeden Fall „bewusstseinserweiternd“ auf vielen Ebenen und in jedem positiven Sinne. Hierdurch können wir auch eine Gruppe von sehr motivierten jungen Menschen aufbauen, die mehrere weitere Jugendtheaterprojekte und anderes gesellschaftliches Engagement verfolgen. Sie haben wiederum selbst einen großen Nutzen von diesem Projekt für ihr Leben: Sprachkompetenzen, selbstständiges und selbstreflektiertes Handeln, youth empowerment und andere soziale Kompetenzen, wie kulturelles Lernen, Toleranz, Antirassismus. All diese Schwerpunkte spiegeln sich auch in unserem Theater wider. Das Theater wird als Experte für internationale Projekte wahrgenommen und wird weiter in dieser Richtung arbeiten.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

Es ist auf jeden Fall wichtig, in ständiger Kommunikation über die Inhalte, Fortschritte und Anforderungen des Projektes zu bleiben und den künstlerischen Weg gemeinsam zu gehen und so voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu „befruchten“. Hierfür sind auch immer wieder „physische“ Treffen entscheidend, die nach wie vor auf jeden Fall eingeplant und realisiert werden sollten. Nur so können europäische Projekte zu wirklichem Austausch und Lernprozessen führen und die Partner können gemeinsam Herz, Motor und Seele dieser Projekte sein.

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen.

Hierfür kommt einer der Mitwirkenden von ID:Babylon zu Wort, der einen kurzen Report nach den Aufführungen in Polen auf Englisch geschrieben hat (da das Projekt durch die internationalen Kontakte und Zusammenarbeit teilweise auf Englisch lief). Omid wirkt seit seiner Ankunft aus Syrien in Deutschland vor ca. 5 Jahren regelmäßig bei Projekten des jungen kleinods mit – und beginnt im Herbst 2020 mit dem Studium der Szenischen Künste in Hildesheim.

Omid, 22 years, one of the young participants of ID:Babylon from Germany:
"Living the ID-Babylon experience was continuously surprising to me, I had lots of fun along the journey. Since coincidentally my roots are connected with the historical city of Babel and I have a passion to keep its cultural and traditional torch burning, my sister and I were able to put a piece of our identity into the play (our language, dances, music etc.) and in a way, my identity was also being reshaped and added-on. I have learnt a lot from the other participants from all over Europe and we lived special moments that are now a part of us."

Das Letzte Kleinod GbR
Juliane Lenssen
Tel.: +49 (0) 4749 102563
E-Mail: info[at]das-letzte-kleinod.de

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