Wer kann Anträge stellen?

Um einen Antrag in KREATIVES EUROPA - KULTUR einreichen zu können, muss die antragstellende Einrichtung (und je nach Förderbereich auch die Kooperationspartner) einige formelle Kriterien erfüllen.

Um eine Ablehnung des Antrags aus formellen Gründen zu vermeiden, sollte daher vor Antragstellung genau geprüft werden, ob die nachfolgenden Kriterien erfüllt werden.

Bitte beachten Sie, dass für die einzelnen Förderbereiche je weitere formelle Teilnahmekriterien hinzukommen. Diese sind den jeweiligen Guidelines zu entnehmen.

1. Rechtsstatus: Juristische Person

Die antragstellenden Organisationen (Koordinator und weitere Partner) müssen juristische Personen sein. Personenvereinigung oder Zweckvermögen mit vom Gesetz anerkannter rechtlicher Selbstständigkeit. Es kann sich um eine öffentliche (Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Staat, Gemeinden, Gemeindeverbände, öffentliche Sparkassen, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts) oder privatrechtliche Einrichtung (eingetragene Vereine, Stiftungen, Aktiengesellschaften, GmbHs, KGaA, Genossenschaften) handeln.
Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt.

2. Zweijährige rechtliche Existenz

Die antragstellende Organisation muss seit mindestens zwei Jahren über einen Rechtsstatus verfügen. Stichtag für die zweijährige rechtliche Existenz ist das Datum der Einreichfrist.

3. Sitz in einem am Programm teilnahmeberechtigten Land

Die antragstellende Organisation sowie die beteiligten Partner müssen ihren Sitz in einem am Programm teilnahmeberechtigten Land haben. Antragstellende Organisationen, die ein Projekt mit einem nicht EU-Land planen, sollten sich rechtzeitig über dessen Teilnahmestatus vergewissern. 

Wichtig: Die finale Liste der teilnahmeberechtigten Länder für die neue Förderperiode 2021-2027 liegt aktuell noch nicht vor. Dies betrifft insbesondere die assoziierten Länder. Eine vorläufige Liste finden Sie hier. Dennoch empfehlen wir auf aktuelle Änderungen der Europäischen Kommission zu achten.

Bisher sind folgende folgende Länder teilnahmeberechtigt:

  • die 27 Mitgliedstaaten der EU: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern
  • Europäischer Wirtschaftsraum (EWR): Island, Norwegen und Liechtenstein

 Folgende Länder befinden sich im Assoziierungsverfahren und werden voraussichtlich ab November 2021 antragsberechtig sein:

  • Albanien, Armenien, Nordmazedonien, Republik Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Republik Moldau, Tunesien, Ukraine, Kosovo

Es ist möglich, Kultureinrichtungen aus Ländern, die nicht am Programm teilnahmeberechtigt sind, als zusätzliche Partner aus sogenannten Drittländern am Projekt zu beteiligen. Die Mindestanzahl an Partnerorganisationen müssen allerdings aus teilnahmeberechtigten Ländern kommen. Hierbei ist zu beachten, dass der Projektfokus dennoch ein klar europäischer sein muss und Sie gesondert argumentieren müssen, wieso diese Organisationen eine Rolle für Ihr Projekt spielen.

Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU, bleiben britische Organisationen für alle vor dem 31. Dezember 2020 genehmigten Projekte im Programm KREATIVES EUROPA KULTUR teilnahmeberechtigt. Das bedeutet, dass diese Projekte eine Finanzierung für die gesamte Projektdauer erhalten, auch wenn diese über das Jahr 2020 hinausgeht. Alle laufenden Projekte mit britischen Organisationen können ihre Projekte ebenfalls ohne Einschränkung beenden. In der neuen Programmlaufzeit 2021-2027 ist Großbritannien nicht am EU-Kulturförderprogramm beteiligt sein. Britische Kultureinrichtungen können aber weiterhin an Aktivitäten von geförderten Projekten teilnehmen.

 

 


Gut zu wissen:

Die Beteiligung von Nicht-EU-Mitgliedstaaten wird über gesonderte Abkommen zwischen der EU und an der Programmteilnahme interessierten Ländern geregelt. Es handelt sich um sogenannte „Assoziierungsabkommen“, die die Teilnahmebedingungen für neu hinzukommende Länder festlegen. Für die neue Programmlaufzeit 2021-2027 werden diese Abkommen aktuell neu aufgesetzt.
Weitere Länder sind eingeladen, sich KREATIVES EUROPA anzuschließen. Die Verordnung zum Programm (2021/818 vom 20. Mai 2021, Artikel 9) legt fest, welche Länder dies potenziell tun können.