Newsletter 6/2018 (22.05.2018)

KREATIVES EUROPA - KULTUR

        • Gewinner der Europa Nostra Awards 2018 bekannt gegeben
        • CED KULTUR unterwegs

        KREATIVES EUROPA - CROSS SECTOR

        • Vier Ausschreibungen im Rahmen von „Music Moves Europe“ veröffentlicht

            Aus Geförderten Projekten

            • Power of Diversity - Crossing Lines Project zu Gast in Rastatt // 2. Juni & in Görlitz // 30. Juni

            EU-Kulturpolitik

            • Ergebnisse der Halbzeitbewertung zu KREATIVES EUROPA
            • Studie „Safeguarding Cultural Heritage from Natural and Man-Made Disasters” veröffentlicht

            Förderalternativen

            • ADATA AiR - artist-in-residence programme

             


            KREATIVES EUROPA - KULTUR

            Gewinner der Europa Nostra Awards 2018 bekannt gegeben

            Die diesjährigen Gewinner des EU Preises für das Kulturerbe/Europa Nostra Awards, der Teil von KREATIVES EUROPA KULTUR ist, stehen fest. Der Preis gilt als eine der höchsten Auszeichnungen für das Kulturerbe und würdigt herausragende Beispiele für die Pflege des kulturellen Erbes sowie Initiativen zur Sensibilisierung. Aus insgesamt 160 eingegangenen Bewerbungen von Organisationen und Individuen aus 31 Ländern in Europa entschieden sich unabhängige Expertenjurys für 29 Gewinner aus 17 Ländern. Die ausgewählten Projekte werden für ihr außerordentliches Engagement in den Kategorien Denkmalschutz, Forschung, Ehrenamtliches Engagement, Bildungs-, Fortbildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen prämiiert. Die feierliche Verleihung der Europa Nostra Awards findet am 22. Juni im Rahmen der „European Cultural Heritage Summit“ in Berlin statt. Dort werden sieben der insgesamt 29 Preisträger mit dem Hauptpreis, dem „Grand Prix“(mit je 10.000 Euro dotiert), gekürt. Ein Gewinner wird zudem mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, für den noch bis zum 10. Juni hier online abgestimmt werden kann.

            Unter den diesjährigen Preisträgern sind auch drei deutsche Projekte: das CultLab3D in Darmstadt in der Kategorie Forschung und in der Kategorie Denkmalschutz das Projekt Königlicher Weinberg in Potsdam-Sanssoucis sowie die Restaurierung des Jugendstil-Sanatoriums Dr. Barner in Braunlage. Opens external link in new windowmehr 

             

            CED KULTUR unterwegs

            In den kommenden Wochen stellen wir das Programm KREATIVES EUROPA KULTUR und die Möglichkeiten, die die EU-Kulturförderung bietet, auf unterschiedlichen Veranstaltungen und mit verschiedenen Schwerpunkten vor. Am 7. Juni bieten wir in Kooperation mit dem Hessichen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein eintägiges Einführungsseminar mit Projektbeispielen in Wiesbaden an. Einen Einblick in die EU-Kulturförderung geben wir während des Thementages „Europäisches Kulturerbe Erleben & Erforschen“ am 21. Juni in Berlin (Anmeldung bis zum 01. Juni). Und am 31. Mai spricht Sabine Bornemann zu den Teilnehmenden des Infopanels für Netzwerktreffen deutscher Festivalleiter am Rande des Mozart Festivals. Falls Sie Interesse an einer der Veranstaltungen haben oder Sie die Beratung zur EU-Kulturförderung in ihre Region bringen wollen, sprechen Sie uns gerne an! 

             

            KREATIVES EUROPA - Pilotprojekte

            Vier Ausschreibungen im Rahmen von „Music Moves Europe“ veröffentlicht

            Die Initiative „Music Moves Europe“ ist ein Pilotprojekt zur Erprobung eines möglichen neuen Förderbereiches in oder neben KREATIVES EUROPA. Sie zielt darauf ab, die Bedürfnisse der Musikindustrie zu identifizieren, die durch den digitalen Wandel bedingten Herausforderungen für den Sektor zu meistern und damit die Rahmenbedinungen für ein mögliches EU-Förderprogramm für den Musiksektor ab 2021 auszuloten. Vor diesem Hintergrund wurden nun insgesamt vier Ausschreibungen veröffentlicht:

            1. Training Scheme for Young Music Professionals
            Gesucht werden bis zu zehn innovative und nachhaltige Weiterbildungsprojekte für junge Musikschaffende. Pro Projekt werden maximal 55.000 Euro vergeben. Einreichfrist ist der 27. August. Opens external link in new windowZu den Antragsunterlagen

            2. Online- und Offline-Distribution
            Bis zu zehn Vetriebsprojekte, Initiativen oder Start-Ups, die on- und offline für ein vielseitiges Musikangebot werben und europäische Titel innerhalb der Mitgliedsstaaten verbreiten, sollen in diesem Rahmen mit jeweils maximal 30.000 Euro gefördert werden. Einreichfrist ist der 10. September. Opens external link in new windowZu den Antragsunterlagen

            Die Antragsunterlagen für Call 1 und 2 müssen postalisch eingereicht werden.

            3. European Music Export Strategy
            Bis zum 29. Juni können sich Organisationen und Einzelpersonen für die Entwicklung einer zukunftsweisenden Strategie bewerben, die zur Exportsteigerung europäischer Musik sowie zu mehr Wettbewerbsfähigkeit des Musikmarkts Europas beitragen soll. Opens external link in new windowZu den Antragsunterlagen

            4. European Music Observatory
            Dieser Aufruf zielt zum einen auf die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Gründung eines European Music Observatory ab, zum anderen auf die Durchführung einer Lückenanalyse in Bezug auf die Förderbedürfnisse des europäischen Musiksektors. Einreichfrist ist der 2. Juli. Opens external link in new windowZu den Antragsunterlagen

            Die Antragsunterlagen für Call 3 und 4 müssen online übermittelt werden. Eine Anleitung dazu finden Sie hier.

            Einen Überblick über alle Calls finden Sie hier. Desweiteren stellt Barbara Gessler - Leiterin von KREATIVES EUROPA KULTUR bei der Europäischen Kommission - weitere Details zu den Ausschreibungen am 1. Juni in Berlin vor. Weitere Informationen und Anmeldung

            Bei Rückfragen rund um das Antragsverfahren stehen wir als CED KULTUR sowie unsere Kolleg/innen der Creative Europe MEDIA Desks beratend und unterstützend zur Seite. Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail.

             

            Aus geförderten Projekten

            Power of Diversity - Crossing Lines Project zu Gast in Rastatt // 2. Juni & in Görlitz // 30. Juni

            Im Rahmen des Projekts Power of Diversity – Crossing Lines Project, unter Federführung des Aktionstheaters PAN.OPTIKUM aus Freiburg, tourt ein multinationales Ensemble junger Leute mit verschiedenen sozialen Hintergründen mit einer gemeinsamen Performance-Produktion für öffentliche Plätze europaweit durch ungewöhnliche Locations. Das große Kooperationsprojekt, welches durch das Programm KREATIVES EUROPA KULTUR gefördert wird,  verfolgt das Ziel, ein neues, bislang eher kulturfernes Publikum zu erreichen und insbesondere jungen Leuten durch Mitmachangebote Spaß an Kultur zu vermitteln. Der Fokus liegt dabei auf Hip Hop und Rap, neben typischen Formen des Aktionstheaters wie Akrobatik und Schauspiel. Das Ensemble tritt nun bei zwei bei Internationalen Straßentheaterfestival auf, am 2. Juni in Rastatt und am 30. Juni in Görlitz. Weitere Aufführungen folgen in Folkstone (UK), Sibiu (RO) und Gran Canaria (ES).

            EU-Kulturpolitik

            Ergebnisse der Halbzeitbewertung zu KREATIVES EUROPA

            Am 30.04.2018 veröffentlichte die Europäische Kommission die Halbzeitbewertung zu KREATIVES EUROPA, in der die Umsetzung des Programms bewertet sowie Erfolge und Schwachpunkte der ersten drei Jahre Programmjahre identifiziert werden. Grundlage für die Bewertung ist unter anderem die öffentliche Konsultation, zu deren Teilnahme wir im letzten Jahr aufgerufen haben. Ergänzend zum Bericht finden sich die Daten in einem Arbeitspapier der EU-Kommision. Die Ergebnisse dieses Berichts sollen wegweisend für die Ausarbeitung des Nachfolgeprogramms ab 2021 sein.
            Bewertet werden das Gesamtprogramm sowie die beiden Teilprogramme MEDIA und KULTUR in den Punkten Relevanz, Kohärenz, Wirksamkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit und EU-Mehrwert. Durch das Gesamtprogramm flossen im Zeitraum 2014 - 2016 insgesamt 544 Millionen Euro Fördermittel an 2.580 Institutionen im Kultur- und Kreativsektor und es wurden schätzungsweise 3.000 Arbeitsplätze generiert.
            In Bezug auf das Teilprogramm KULTUR nimmt der Bericht die Bedenken auf, dass es zu einer Priorisierung von wirtschaftlichen Zielen gegenüber künstlerischen und sozialen Zielen kommt. Festgestellt wird außerdem, dass sich zwar die Größe der unterstützten Projekte mehr als verdoppelt hat, die Erfolgsrate jedoch im Vergleich zum Vorgängerprogramm gesunken ist. Somit werde eine Vielzahl von hochwertigen Anträgen abgelehnt und es bestehe insgesamt eine unzureichende Finanzierung. Folge dessen sei, dass das Programm auf europäischer Ebene keine große Wirkung erzielen könne.
            In den Empfehlungen für das Teilprogramm KULTUR spricht sich der Bericht dafür aus, die Bedürfnisse kleinerer Kulturakteure stärker zu berücksichtigen. Das Programm solle dahingehend überprüft werden, wie diese Akteure dabei unterstützt werden können, über nationale Märkte hinaus zu wachsen. Eine weitere Empfehlung spricht sich für eine Verbesserung der  Antragsverfahren sowie der rechtzeitigen Verständigung über die Auswahlergebnisse aus.
            Zu einem positiven Ergebnis kommt der Bericht in Bezug auf den generierten EU-Mehrwert durch das Teilprogramm KULTUR. Da es nur wenige internationale Fördermöglichkeiten für länderübergreifende Projekte in einem ähnlichen Maße gebe, wären die meisten geförderten Projekte ohne die Gelder aus KREATIVES EUROPA KULTUR nicht zustande gekommen. Des Weiteren wird herausgestellt, dass der Erfahrungsaustausch innerhalb der geförderten Projekte sowie dessen anschließende Verbreitung maßgeblich zur Professionalisierung des Sektors beitragen und die Projekte somit nachhaltig wirken. 
            In den Empfehlungen für das Gesamtprogramm wird darauf hingewiesen, dass die Erreichung der Programmziele durch die digitale Verbreitung von kreativen und kulturellen Inhalten gestärkt werden sollen. Im Hinblick auf die Wahrnehmung des Programms durch die EU-Bürgerinnen und Bürger sollen die Aktivitäten öffentlichkeitswirksamer dargestellt und soziale Medien verstärkt genutzt werden. Abschließend wird die zentrale Rolle von Kultur und Kreativität für die Stärkung der europäischen Identität insbesondere in Zeiten zunehmenden Rechtspopulismus betont. In Anknüpfung daran soll die Bürgerdimension im Nachfolgeprogramm gestärkt werden. Initiates file downloadZur Studie

             

            Studie „Safeguarding Cultural Heritage from Natural and Man-Made Disasters” veröffentlicht

            Natürliche und menschengemachte Katastrophen bedrohen das kulturellere Erbe Europas zunehmend und stellen den Schutz des Kulturerbes vor neue Herausforderungen. Im Rahmen des EU-Arbeitsplans für Kultur (2015-18) erarbeitet die vorliegende Studie eine Übersicht zu bisherigen Schutznahmen in Europa sowie zu Strategien des Risikomanagements. Darüber hinaus entwickelten die Autor/innen Empfehlungen, wie der Schutz von Kulturerbe durch nationale und europäische Kooperationen gestärkt werden kann. Initiates file downloadZur Studie

             

            Förderalternativen

            ADATA AiR - artist-in-residence programme

            Die bulgarische Stadt Plowdiw wird im kommenden Jahr zur Europäischen Kulturhauptstadt. In Vorbereitung des besonderen Kulturjahres schreiben die Plovdiv 2019 Foundation, das Goethe-Institut Bulgarien sowie das Polnische Institut in Sofia ein Residenzprogramm für die Zeit vom 15. Juli bis 30. November 2018 aus. Gesucht werden Künstler, Archtitekten, Designer und andere Akteur/innen aus Europa, die ein Projekt zur Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum in Plowdiw entwickeln. Thematisch gibt es dabei zwei Schwerpunkte: die Beziehung von Natur und Kultur in der Stadt und architektonische Vielfalt. Opens external link in new window Zur Ausschreibung

            Bewerbungsfrist: 31. Mai