Newsletter 12/2017 (03.08.2017)

KREATIVES EUROPA - KULTUR

    • Neue Ausschreibung zur Erstellung einer Studie über Kulturerbestätten in Familienbesitz
    • Neue Ausschreibung für Kooperationsprojekte im Spätherbst erwartet
    • Tunesien nimmt an KREATIVES EUROPA - KULTUR teil
    • EFFE-Label: 26 Preisträger ausgewählt
    • Kulturhauptstadt Europas: Island und Norwegen zukünftig teilnahmeberechtigt
    • Verlosung: 5 Plätze für das Forum Europe Ruhr // 07.09.2017, Essen
    • Ganztägige Seminare „KREATIVES EUROPA fördert Kultur. Wir erklären wie!“ // Oktober 2017, Bonn und Berlin

    EU-Kulturpolitik

      • Neue EU-Regelung zum Import von Kulturgütern
      • Mapping der EU-Aktivitäten zum Kulturerbe

      Aktuelles aus geförderten Projekten

      • Premiere im Rahmen von „The Power of Diversity - the Crossing Lines Project“

      Fördermöglichkeiten

      • Ausschreibung „Auf dem Weg zur kreativen Produktionsstätte“
      • „On y va - Auf geht's - Let's go!“ - Deutsch-franzöischer Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung
      • COSME Ausschreibung „European incubation networks for creativity-driven innovation“

      In eigener Sache

      • Stellenausschreibung: Leiter/Leiterin der Kontaktstelle Deutschland „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

      KREATIVES EUROPA - KULTUR

      Neue Ausschreibung zur Erstellung einer Studie über Kulturerbestätten in Familienbesitz

      Im Zusammenhang mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 hat die Europäische Kommission eine neue Ausschreibung mit dem Titel „Open micro-business modells for innovation in European family-owned heritage houses“ veröffentlicht. Gesucht wird eine Organisation oder ein Konsortium mehrerer Organisationen, die ein Mapping bereits bestehender Geschäftsmodelle von familienbetriebenen Kulturerbestätten innerhalb der Europäischen Union erstellt und diese vergleicht. So sollen Best Practice Beispiele identifiziert und innovative Modelle verbreitet werden, um europäische Kulturerbestätten möglichst nachhaltig zu bewirtschaften und so zu bewahren. Die Studie soll außerdem zur Stärkung der Familienbetriebe beitragen, den Wissenstransfer zur jüngeren Generation erleichtern und ggf. Grundlage für politische Empfehlungen werden.
      Die Ausarbeitung soll im Jahr 2018 innerhalb von 9 bis 12 Monaten erfolgen und ist mit maximal 500.000 Euro dotiert. Bewerbungen können noch bis zum 13. September eingereicht werden. Opens external link in new windowmehr

      Neue Ausschreibung für Kooperationsprojekte im Spätherbst erwartet

      Die nächste Ausschreibung für Europäische Kooperationsprojekte wird absehbar frühestens Ende September erscheinen, so äußerte sich die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur. Sie wird demnächst einen aktuellen und offiziellen Zeitplan veröffentlichen. Es ist also ein guter Zeitpunkt, sich mit seinen Partnern auszutauschen und europäische Projektideen für eine mögliche Antragstellung zu konkretisieren. Wir helfen Ihnen dabei gerne!

      Tunesien nimmt an KREATIVES EUROPA - KULTUR teil

      Nachdem bereits am 11. Mai das Übereinkommen zur Teilnahme Tunesiens am EU-Programm KREATIVES EUROPA - KULTUR von Tibor Navracsics, dem EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, und dem tunesischen Außenminister Khemaies Jhinaoui unterzeichnet wurde, hat das tunesische Parlament das Abkommen am 28. Juli ratifiziert. Somit ist Tunesien das erste Land aus der südlichen EU-Nachbarschaftspolitik, das am europäischen Kulturprogramm teilnimmt.

      EFFE-Label: 26 Preiträger ausgewählt

      Europa für Festivals und Festivals für Europa (EFFE) ist ein durch KREATIVES EUROPA unterstütztes Label, welches von der European Festivals Association (EFA) vergeben wird. Alle zwei Jahre ehrt eine internationale Jury Festivals mit einem außerordentlichen künstlerischen, sozialen und europäischen Engagement. Für die Jahre 2017 und 2018 wurden insgesamt 715 Festivals aus 39 Ländern mit dem Label ausgezeichnet. Nun hat die EFFE-Jury 26 dieser Festivals aufgrund ihrer außerordentlichen Qualität und Arbeit ausgewählt, darunter aus Deutschland Africtions - Captured by Dance aus Bremen. Sie kandidieren somit für den EFFE-Award, der am 18. September während des Arts Festivals Salon in Brüssel verliehen wird. Opens external link in new windowmehr

      Kulturhauptstadt Europas: Island und Norwegen teilnahmeberechtigt

      Die Kulturhauptstadt Europas ist eine Sondermaßnahme von KREATIVES EUROPA. Bisher konnten sich nur Städte aus EU-Mitgliedsstaaten und alle drei Jahre Städte aus (potenziellen) Kandidatenländern um diese Auszeichnung bewerben. Am 17. Juli hat der Rat beschlossen, dass Island und Norwegen, die sich als einzige Europäische Wirtschaftsraumstaaten am Programm KREATIVES EUROPA beteiligen, ebenfalls reguläre Anträge für die Kulturhauptstadt Europas einreichen dürfen. Der Beschluss wird am 1. September unterzeichnet und tritt am 20. September in Kraft. Der nächste Wettbewerb, an dem dann auch isländische und norwegische Städte teilnehmen dürfen, ist für den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2024. Die entsprechende Ausschreibung wird im Laufe des Jahres von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Opens external link in new windowmehr

      Verlosung: 5 Plätze für das Forum Europe Ruhr // 07.09.2017, Essen

      Hervorgegangen aus dem Forum d’Avignon Ruhr, treffen sich beim ersten Forum Europe Ruhr Akteure aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Thema „Kultur 360°“. Ziel ist es, Dialoge und Kooperationen zu den wichtigen Themen der Zukunftsgestaltung zu initiieren und Brücken zwischen den Branchen sowie zwischen Europa und dem Ruhrgebiet zu bauen – mit der Kultur im Zentrum. Wer Fragen zu EU- und NRW-Förderung hat, noch Partner für sein grenzüberschreitendes Kulturprojekt sucht oder selbst Partner werden will, hat die Chance, beim Meet & Match im Rahmen des Forum Europe Ruhr am 7. September in der Philharmonie Essen teilzunehmen. Gemeinsam mit CREATIVE.NRW und dem Enterprise Europe Network/NRW.Europa sind wir als Creative Europe Desk KULTUR vor Ort. Unter dem Titel „NRW & European Funding: Information and Cooperation Matching“ bieten die drei Institutionen Informationen rund um EU- und NRW-Förderung sowie internationale und regionale Netzwerkmöglichkeiten für die Kultur- und Kreativwirtschaft, auch für Kooperationen innerhalb des Programms KREATIVES EUROPA - KULTUR.
      Die Teilnahme am Forum Europe Ruhr ist nur auf Einladung möglich. Wir verlosen fünf Plätze an Akteure aus der Kultur und aus der Kreativwirtschaft. Interessierte senden bis zum 25. August eine Mail mit dem Betreff „Meet & Match“ an info@ced-kultur.eu.

      Ganztägige Seminare „KREATIVES EUROPA fördert Kultur. Wir erklären wie!“ // Oktober 2017, Bonn und Berlin

      Im Oktober veranstaltet der Creative Europe Desk KULTUR in Bonn und Berlin inhaltsgleiche, eintägige Seminare mit Trainingsworkshop. Die Seminare bieten eine Einführung in das komplexe Thema EU-Kulturförderung und dessen Zielsetzung. Inhaltlich wird es vor allem um das Teilprogramm KULTUR in KREATIVES EUROPA gehen, das darauf ausgerichtet ist, im europäischen Kontext zusammen zu arbeiten, dabei die Professionalisierung der Kulturschaffenden und deren Mobilität zu unterstützen sowie neue Publikumsschichten zu erschließen. Grenzüberschreitende, möglichst innovative Kooperationsprojekte bilden das Kernstück des Teilprogramms KULTUR und stehen dementsprechend hinsichtlich Zielen, Förderkriterien und Antragsverfahren im Fokus der Seminare. Neben Hinweisen auf weitere Förderquellen gibt es nützliche Tipps aus der fast 20jährigen Beratungspraxis der Nationalen Kontaktstelle für die Kulturförderung der EU.  

      10.10.2017 in Bonn: Information und Anmeldung
      ggf. Zusatztermin am 11.10.2017

      17./18. Oktober in Berlin: Information und Anmeldung

      EU-Kulturpolitik

      Neue EU-Regelung zum Import von Kulturgütern

      Der illegale Handel mit Kulturgütern, insbesondere die Erbeutung und der Schmuggel von Antiquitäten, dienen als wichtige Finanzierungsquelle terroristischer Organisationen. Gleichzeitig führt die Erbeutung und der Schmuggel von Kulturgütern in den betroffenen Länder zum Verlust kultureller Identiäten und zur Zerstörung von kulturellem Erbe. Im Zuge des „Aktionsplans für ein internsiveres Vorgehen gegen Terrorismusfinanzierung“ möchte die Europäische Kommission nun stärker gegen illegalen Handel mit Kulturgütern sowie deren illegaler Einfuhr in die EU vorgehen. Daher hat sie einen Vorschlag für eine Verordnung vorgelegt, über die im September im Rat und im Europäischen Parlament verhandelt werden soll. Opens external link in new windowmehr

      Mapping der europäischen Aktivitäten zum Kulturerbe

      Mit dem Ziel, einen strategischen Ansatz für die Erhaltung und Wertschäftung des europäischen Kulturerbes zu entwickeln, hat die Europäische Kommission eine Übersicht der zahlreichen Aktivitäten und Verordnungen der Europäischen Union im Bereich des kulturellen Erbes erstellt. Die Publikation stellt die verschiedenen Strategien in den Bereichen Kultur, Bildung, Digitalisierung, Forschung und Innovation sowie Binnenmarkt und Industrie vor und erläutert die daran angelehnten Maßnahmen, wie beispielsweise das Europäische Jahr des Kulturerbes 2018, sowie spezielle Fördermöglichkeiten, die KREATIVES EUROPA - KULTUR hinausgehen. Opens external link in new windowmehr

      Aktuelles aus geförderten Projekten

      Premiere im Rahmen von „The Power of Diversity - The Crossing Lines Project“

      Nach fünf Wochen intensiver Proben haben 30 junge Leute aus ganz Europa, vom nördlichen Polarkreis bis Gran Canaria und bis Rumänien, am 27. Juli in Freiburg die Premiere ihrer internationalen Open Air Performance gefeiert, die im Rahmen des Kooperationsprojektes „The Power of Diversity -The Crossing Lines Project“ inszeniert wurde. Auf dem Stühlinger Kirchplatz fand die Vorstellung auf einer außergewöhnlichen Bühne statt, die von beiden Seiten bespielt wird und um die sich an zwei Abenden jeweils rund 3.000 neugierige Besucher drängten. Jede Seite der Bühne stand für eine Welt, eine innerhalb und eine außerhalb Europas. Auch wenn das Stück viel Raum für Assoziationen ließ, so wurde am Ende, als die Türen beider Welten geöffnet wurden, doch klar, dass es darum geht, in den Dialog zu treten und sich zu öffen und nicht darum, sich an der Grenze abzuschotten. Selbst vor Ort dabei war der CED Kultur. Unsere Empfehlung: Nach Möglichkeit unbedingt ansehen. Es ist mitreißend, welche Gruppenenergie in vergleichsweise kurzer Zeit in dieser internationalen Gruppe entstand. Nun tourt das internationale Ensemble mit ihrer mobilen Großbühne durch Europa. Die nächsten Stationen sind Helsingør (DK) am 5. August und Newbury (UK) am 12. August.
      Koordinator des großen Kooperationsprojekts ist das Aktionstheater Pan.Optikum in Freiburg, welches das Projekt gemeinsam mit neun interdisziplinären Straßentheater-Festivals aus Polen, Rumänien, Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Norwegen und Spanien mit assoziierten Beteilgten aus Murmansk (RU) umsetzt. Anhand der gemeinsam entwickelten Produktion, die die unterschiedlichen Herkünfte der teilweise eher kultur- und bildungsfernen jungen Menschen berücksichtigt, sowie der ungewöhnlichen, jeweils auf die spezifischen Spielorte abgestimmte Location soll ein neues, bislang eher kulturfernes Publikum erreicht werden und insbesondere jungen Menschen durch Rap, Hip Hop, Schauspiel und Akrobatik der Spaß an Kultur vermittelt werden.

      Fördermöglichkeiten

      Ausschreibung „Auf dem Weg zur kreativen Produktionsstätte“

      Die Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung sucht bundesweit zehn Modellprojekte für die niedrigschwellige Instandsetzung brachliegender Industrieanlagen für die Kreativwirtschaft. Immer mehr historische Industrie- und Gewerbebrachen stehen leer und verfallen, weil Umbaumaßnahmen schwierig und kostenintensiv sind. Gleichzeit verzeichnet die wachsende Kreativwirtschaft einen zunehmenden Mangel an Arbeitsraum. Vor diesem Hintergrund hat die Forschungsinitiative Best Practice Beispiele kreativ reaktivierter Industriegelände analysiert und möchte die gesammelten Erkenntnisse nun praktisch anwenden. Akteure aus die Kultur- und Kreativwirtschaft, die bereits über entsprechende Räume oder Gelände und entsprechende Ideen verfügen, können sich bis zum 31. August bewerben. Opens external link in new windowmehr

      „On y va - Auf geht's - let's go!“ - Deutsch-französischer Ideenwettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung

      Der Ideenwettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go!“ der Robert Bosch Stiftung und des Deutsch-Französischen Instituts fördert zivilgesellschaftliche Projekte in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales, Gesundheit, Sport und Umwelt. Bewerben können sich Projekte, die von mindestens drei Partnern umgesetzt werden. Aus Deutschland und Frankreich muss jeweils mindestens ein Partner vertreten sein, der dritte Partner muss aus einem weiteren EU-Mitgliedstaat stammen. Zudem muss einer der Partner eine gemeinnützige Einrichtung sein. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt über eine öffentliche Online-Abstimmung. Transnationale Austauschprojekte können sich noch bis zum 4. Oktober bewerben. Opens external link in new windowmehr

      COSME Ausschreibung: „European incubation networks for creativity-driven innovation“

      Im Rahmen dieser Ausschreibung werden transnationale Netzwerke zur Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie Start-Ups aus den Bereichen Mode und Tourismus gesucht. Gefördert werden Aktivitäten, die zur innovativen Unternehmensentwicklung beitragen und künstlerische und kreative Skills aus der Kreativwirtschaft mit neuen Ansätzen aus Technologie und Wissenschaft verbinden. Gemeinnützige Organisationen, Behörden und Unternehmen sind antragsberechtigt. Sie können sich als Konsortien aus mindestens vier Partnern aus mindestens drei teilnahmeberechtigten Ländern bis zum 19. Oktober für eine Förderung bewerben. Opens external link in new windowmehr

      In eigener Sache

      Stellenausschreibung: Leiter/Leiterin der Kontaktstelle Deutschland „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

      Die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. sucht zum 1. Januar 2018 einen Leiter/eine Leiterin der Kontaktstelle Deutschland „Europa für Bürgerinnen und Bürger“. Die gesuchte Person soll über fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet europäischer Förderstrukturen verfügen, ebenso wie in der Personalführung und im Finanzmanagement. Die Stelle (75%) ist zunächst bis Ende 2018 befristet (Option auf Verlängerung) und wird in Anlehnung an die Entgeltgruppe 12 TVöD vergütet.

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