Newsletter 09/2017 (12.06.2017)

KREATIVES EUROPA - KULTUR

  • Ausschreibung für Literarische Übersetzungen veröffentlicht
  • EU-Förderung im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018
  • Ausschreibung „The 7 Most Endangered“
  • Regionalkonferenz mit dem Creative Europe Desk KULTUR: „Brüsseler Fördertöpfe für Projekte vor Ort“ // 22.06.2017, Darmstadt

EU-Kulturpolitik

  • Strategiepapier zur Stärkung der Europäischen Außenkulturpolitik genehmigt

Aktuelles aus geförderten Projekten

    • European Forum on Music // 9.-11.06.2017, Pafos (Zypern)
    • GIVE MUSIC A FUTURE - Without Borders! // 13.-18.06.2017, Neuwied

    Fördermöglichkeiten

    • Tandem Europe - Social Innovation
    • RFC/Valletta 2018 Reisestipendien
    • Young Europeans Award

    Termine

    • 9. Kulturpolitischer Bundeskongress „WELT.KULTUR.POLITIK. Kulturpolitik und Globalisierung“ // 15.-16.06.2017, Berlin

    In eigener Sache

    • Veränderungen in unserem CED Team

    KREATIVES EUROPA - KULTUR

     

    Ausschreibung für Literarische Übersetzungen veröffentlicht

    Im Teilprogramm KULTUR von KREATIVES EUROPA werden Übersetzungen von belletristischer Literatur unterstützt. Im Rahmen der zweijährigen Projekte können Verlage für die Übersetzung und Verbreitung von drei bis zehn belletristischen Werken bis zu maximal 100.000 Euro (max. 50% der förderfähigen Kosten) beantragen.

    Bei den zu fördernden Projekten soll ein Fokus auf weniger verbreitete Gattungen wie Kinder- und Jugendbücher, Poesie, Kurzgeschichten und Comics gelegt werden. Besonders erwünscht sind Übersetzungen von weniger verbreiteten Sprachen ins Deutsche, Englische, Französische und Spanische. Eine weitere Priorität ist die Förderung von digitalen Technologien bei der Verbreitung und Bewerbung übersetzter Werke.

    Bei Rückfragen rund um das Antragsverfahren stehen wir Ihnen als Creative Europe Desk KULTUR gerne beratend und unterstützend zur Seite. Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail.

    Wir wünschen allen Bewerbern bei der Vorbereitung der Anträge viel Erfolg!

    Einreichfrist: 25. Juli 2017 (12Uhr mittags)

    Opens external link in new windowZu den Ausschreibungsunterlagen

     

    Ausschreibung „The 7 Most Endangered“

    Auch in Europa sind Bauwerke und Kulturerbestätte gefährdet, sei es aufgrund fehlender Ressourcen für die Instandhaltung, Naturkatastrophen oder menschlicher Einwirkungen.
    Aus diesem Grund schreiben Europa Nostra und die Europäische Investitionsbank zum dritten Mal seit 2013 die sieben meist gefährdeten Kulturerbestätten „The 7 Most Endangered“ aus. Das Programm erfasst gefährdete Bauwerke in Europa und mobilisiert öffentliche sowie private Partner auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene eine mögliche Zukunft für diese Orte zu finden.
    „The 7 Most Endangered“ wird von KREATIVES EUROPA unterstützt, ist aber kein Förderprogramm, sondern dient als Katalysator für Aktivitäten zum Erhalt der Stätten. Noch bis zum 30. Juni 2017 können bedrohte Orte, wie historische Bauwerke, archäologische Fundstätten, Gotteshäuser, Kultstätten, Industriekomplexe, Museen oder bewegliche Kulturgüter für das Programm hier nominiert werden. Eine Jury bestehend aus Experten im Bereich Geschichte, Architektur, Restauration und Finanzwesen diskutiert über die eingereichten Bewerbungen und stellt eine „Shortlist“ zusammen. Die sieben finalen Orte werden vom Europa Nostra Vorstand ausgewählt. In multidisziplinären Teams starten danach „Rescue Missions“ zum Erhalt der Stätten. Opens external link in new windowmehr

     

    EU-Förderung im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahrs 2018

    Für die Förderung von herausragenden, gesamtstaatlich bedeutsamen Projekten im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres stehen im Haushalt der BKM in diesem Jahr 3,6 Mio. € bereit. Diese Bundesmittel ergänzen das Engagement der Länder und Kommunen sowie Dritter. Auch die EU wird insgesamt 8 Mio. € für begleitende Maßnahmen auf europäischer Ebene und für paneuropäische Projekte bereitstellen. Wie genau die Verwaltung der europäischen Förderung angedacht ist, steht noch nicht endgültig fest. Wahrscheinlich ist, dass die bereitgestellte Fördersumme über den Förderbereich Kooperationsprojekte in Kreatives Europa KULTUR sowie andere EU-Programme verteilt wird. Sobald Näheres bekannt ist, informieren wir darüber auf unserer Webseite.

     

    Regionalkonferenz mit dem Creative Europe Desk KULTUR: „Brüsseler Fördertöpfe für Projekte vor Ort“ // 22.06.2017, Darmstadt

    Im Rahmen der Regionalkonferenz „Brüsseler Fördertöpfe für Projekte vor Ort“ in Darmstadt erhalten Kulturschaffende und Akteure aus dem Kreativsektor Einblicke in Fördermöglichkeiten für die Kultur- und Kreativbranche. Im Mittelpunkt der Veranstaltung der Hessischen Staatskanzlei steht das EU-Förderprogramm KREATIVES EUROPA, das aus den Teilbereichen MEDIA und KULTUR besteht. Marje Brütt, Mitarbeiterin des CED KULTUR, der nationalen Kontaktstelle für die Kulturförderung der Europäischen Union, stellt in einem Vortrag das Teilprogramm KULTUR vor, das vor allem darauf ausgerichtet ist, im europäischen Kontext zusammenzuarbeiten, dabei die Professionalisierung der Kulturschaffenden und deren Mobilität zu unterstützen sowie neue Publikumsschichten zu erschließen. Über weitere Fördermöglichkeiten und aktuelle Ausschreibungen, die für hessische Kulturakteure interessant sein können, informiert Ilga Vis vom Enterprise Europe Network Hessen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft Hessen bei der HA Hessen Agentur GmbH und dem Creative Europe Desk KULTUR und mit freundlicher Unterstützung von EUMETSAT durchgeführt.
    Programm und Anmeldung

     

    EU-Kulturpolitik

    Strategiepapier zur Stärkung der Europäischen Außenkulturpolitik genehmigt

    Am 23. Mai wurde Kultur vom Europäischen Rat als essentieller Teil europäischer Außenpolitik anerkannt. Der Rat genehmigte die Erarbeitung eines Strategiepapiers zur Stärkung der internationalen kulturellen Beziehungen der EU. Im Fokus stehen drei Themen: Kultur als Motor für nachhaltige und soziale Entwicklung, interkultureller Dialog für die Unterstützung friedlicher Beziehungen und Stärkung von Kooperationen im Bereich Kulturerbe. Des Weiteren setzt die EU mit der neuen Strategie, Richtlinien für ihre internationalen Aktivitäten. Kulturelle Diversität sowie die Menschenrechte sollen von der EU-Außenpolitik geachtet werden. Kultur sollte zudem bereichsübergreifend gefördert und durch bereits existierende internationale Kooperationen gestärkt werden. Außerdem bekennt sich die EU, so ist es im Strategiepapier festgehalten, zu einer bottom-up Perspektive. Das bedeutet Entscheidungen werden nicht von oben nach unten getroffen, sondern Kulturakteure und zivilgesellschaftliche Gruppen sollen in die Strategieentwicklung und in die Entscheidungsprozesse direkt einbezogen werden.
    Auf den Weg gebracht wurde die Erarbeitung eines Strategiepapiers zur Stärkung der EU-Außenkulturpolitik von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Auswärtigen Dienst (EEAS) und den Nationalen Kulturinstituten in der europäischen Union (EUNIC). Mit der Kampagne „More Europe“, die 2012 startete, engagieren sich Kulturakteure seither dafür, die kulturellen Beziehungen der EU als eine Priorität in der europäischen Außenpolitik zu etablieren. Die Ende Mai getroffene Entscheidung des Europäischen Rats, diesbezüglich ein Strategiepapier zu entwickeln, ist daher ein erster Schritt. Im weiteren Verlauf wird eine Arbeitsgruppe gegründet, die die Entwicklung des Strategiepapiers begleitet. Mitgliedsstaaten, die Kommission und die EEAS sind angehalten Informationen zu Best-practice Initiativen und Pilotprojekte in Drittstaaten zu teilen. Opens external link in new windowmehr

     

    Aktuelles aus geförderten Projekten

    European Forum on Music // 09.-11.06.2017, Pafos (Zypern)

    Vom 9. bis 11. Juni fand das siebente Europäische Musikforum in Pafos zum Thema "Music and Cultural Diplomacy: Linking Continents – Bridging Cultures" in Pafos auf Zypern statt. Das diesjährige Forum lotet aus, wie Musik als diplomatisches Mittel bei der Völkerverständigung genutzt werden kann. Am Wochenende machten Musiker aus dem türkischen und griechischen Teil Zyperns gemeinsam Musik. Ein Zeichen dafür, dass mit Musik Brücken zwischen verschiedenen Kulturen entstehen. 

    Organisiert wird das jährlich stattfindende Forum vom Europäischen Musikrat (EMC), ein vom Teilprogramm KREATIVES EUROPA - KULTUR gefördertes Netzwerkprojekt. Der Europäische Musikrat nimmt sich zur Aufgabe, die musikalische Vielfalt in Europa zu fördern und zu erhalten. Als europäischer Dachverband vereint der EMC aktuell 74 Mitgliedsorganisationen aus 30 europäischen Ländern, darunter nationale Musikräte, sowie internationale und europäische Netzwerke und Organisationen aus verschiedenen Musikbereichen. Opens external link in new windowmehr

     

    GIVE MUSIC A FUTURE - Without Borders! // 13.-18.06.2017, Neuwied

    Without Borders! ist ein einwöchiger Workshop mit Fokus auf Kammermusik sowie Kommunikation und Interaktion mit dem Publikum, der im Rahmen des kleinen Kooperationsprojektes GIVE MUSIC A FUTURE an der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz in Neuwied stattfindet. An dem Workshop nehmen unter anderem zehn junge, preisgekrönte Musiker aus neun Ländern teil, die in der Burg Namedy ein großes gemeinsames und öffentliches Konzert spielen.
    Unter Federführung der European Union of Music Competitions for Youth (EMCY) mit Sitz in München wollen acht Partnerorganisationen aus sieben Ländern Europas mit GIVE MUSIC A FUTURE aufstrebende europäische Musiker und Jugendmusikwettbewerbe stärken. Gemeinsam mit den Nachwuchsmusikern sollen neue Strategien erarbeitet werden, um während des zweieinhalbjährigen Kooperationsprojekts und darüber hinaus neue Publikumsschichten mit Jugendmusikwettbewerben zu erreichen. Die jungen Musiker erlernen in internationalen Workshops, wie sie sowohl mit gewohntem als auch mit neuem Publikum interagieren und kommunizieren können und sollen die neu erlernten Kenntnisse bei europaweiten Auftritten anwenden. Dabei spielen sie fernab der klassischen Konzerthallen, stattdessen treten sie an Orten des alltäglichen Lebens auf, so dass sie mit vielen verschiedenen Menschen und Situationen konfrontiert werden und ihnen und sich eine interaktive Musikerfahrung ermöglichen. Opens external link in new windowmehr

     

    Fördermöglichkeiten

    Tandem Europe - Social Innovation

    Noch bis zum 30. Juni können sich Kulturschaffende mit ihren Initiativen, Organisationen und Institutionen beim Tandem Europe – Social Innovation hier bewerben. Gesucht werden Kulturschaffende innerhalb einer Organisation, die mit künstlerischen Mitteln sozio-ökonomische Herausforderungen unserer Zeit behandeln. Dabei können Bewerber und Bewerberinnen auch in politischen und zivilgesellschaftlichen Institutionen tätig sein.
    Tandem Europe ist ein Programm initiiert von der Europäischen Kulturstiftung und MitOst in 2011. Es vermittelt europäische Kulturakteure und bietet ihnen die Möglichkeit, während eines Tandemjahres mit einem neuen Partner aus einem anderen europäischen Land ein gemeinsames Pilotprojekt auf lokaler Ebene zu verwirklichen. Dabei bietet Tandem Europe den Teilnehmenden Raum zum Ausprobieren und spartenübergreifend neue Ideen zu testen. Gleichzeitig dient das Programm zur Vernetzung europäischer Kulturakteure.
    Ziel des Programms Tandem Europe - Social Innovation ist es, innovative Projektideen, die kulturelle Aktionen mit sozialen Brennpunktthemen verbinden zu fördern. Dabei soll die lokale Bevölkerung in die Bearbeitung solcher Themen einbezogen werden, um somit das bürgerschaftliche Engagement der europäischen Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Opens external link in new windowmehr

     

    RFC/Valletta 2018 Reisestipendien

    Der Robert Cimetta Fonds und die Valletta 2018 Stiftung setzen sich seit 2015 dafür ein, die Mobilität von Künstlern im Mittelmeerraum zu verbessern und so die Entwicklung von Kunst zu fördern. Die Zentralität im Mittelmehr und der Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2018 machen die Hauptstadt Maltas zu einem strategisch wichtigen Treffpunkt im europäisch-arabischen Raum. Daher werden zwischen Januar 2017 und Dezember 2018 im Dreimonatstakt Reisestipendien für Künstler aus der Region ausgeschrieben, die einen Bezug zu Malta und/oder den Themen der Europäischen Kulturhauptstadt 2018 haben. Die nächste Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2017. Opens external link in new windowmehr

     

    Young Europeans Award

    Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Polen unter 21 Jahren sollen sich im Rahmen des trilateralen Jugendwettbewerbs Young Europeans Award stärker mit Europa auseinandersetzen und sich an dessen Gestaltung beteiligen. Gemeinsam mit jungen Menschen aus Großbritannien, dem diesjährigen Gastland, sollen sie Gemeinschaftsprojekte zum Thema „To be or not to be … a European?“ entwickeln, deren Thematik und Darstellungsform sie frei wählen können. Die Gewinner erhalten eine Reise nach Warschau, wo 2018 auch die Preisverleihung stattfinden wird. Projektvorschläge können bis zum 1. März 2018 eingereicht werden. Opens external link in new windowmehr

     

    Termine

    9. Kulturpolitischer Bundeskongress – „WELT.KULTUR.POLITIK. Kulturpolitik und Globalisierung“ // 15.-16.06.2016, Berlin

    Unter dem Motto „WELT.KULTUR.POLITIK. Kulturpolitik und Globalisierung“ richten die Kulturpolitische Gesellschaft, Trägerin des Creative Europe Desk KULTUR, und die Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit weiteren Partnen den 9. Kulturpolitischen Bundeskongress in Berlin aus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Auswirkungen der Globalisierung auf Kultur und Kulturpolitik und die Frage, wie die Kulturpolitik die globalen Veränderungen und Verwerfungen erschließen und beeinflussen kann. Am zweiten Tag werden im Forum "In transnationalen Kooperationen Akzente setzen" Projekte präsentiert, die im Rahmen von KREATIVES EUROPA - KULTUR oder Europa für Bürgerinnen und Bürger einen EU-Zuschuss erhalten haben. Susa Pop vom Public Art Lab aus Berlin stellt das große Kooperationsprojekt Future DiverCities sowie dessen Vorgängerprojekt Connecting Cities vor und Stefan Horn von urban dialogues spricht unter anderem über Nine Urban Biotopes, das im Vorgängerprogramm KULTUR (2007-2013) gefördert wurde. Aus dem Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger stellt Harald Glöde "borderline-europe - Menschenrechte ohne Grenzen e.V." vor. Der Kongress ist ausgebucht. Opens external link in new windowmehr

     

    In eigener Sache

    Veränderungen im Team

    Nachdem Beate Aikens und Katharina Weinert sich nach mehreren Jahren nun neuen Aufgaben widmen, begrüßen wir zwei neue Gesichter im Team des Creative Europe Desk KULTUR in Bonn, die im April sehr engagiert eingestiegen sind. Marje Brütt war im Vorfeld für die Kontaktstelle Europa für Bürgerinnen und Bürger tätig, ebenfalls Teil der Kulturpolitischen Gesellschaft, und ist daher bereits etwas in die Materie der EU-Förderung eingearbeitet. Anja Dietzmann hat sich neben ihrem Studium der Politikwissenschaft in Leipzig und Jena, vorrangig im kulturellen Bereich engagiert und war in der freien Tanzszene Leipzigs unterwegs.