Newsletter 05/2017 (13.04.2017)

KREATIVES EUROPA - KULTUR

  • Auswahlergebnisse für Europäische Netzwerke veröffentlicht
  • Gewinner der Europa Nostra Awards 2017 bekanntgegeben
  • Kaunas wird Kulturhauptstadt Europas 2022
  • Ganztägige Seminare „KREATIVES EUROPA fördert Kultur. Wir erklären wie!" // Mai 2017, Berlin, Chemnitz und Bonn

KREATIVES EUROPA - Sektorübergreifender Bereich

    • European Creative Hubs Network: Peer-to-peer exchange mobility scheme
    • Kick-Off-Meeting von Projekten zur Integration von Flüchtlingen

    EU-Kulturpolitik 

    • Jetzt beteiligen: Öffentliche Konsultation zu KREATIVES EUROPA

    Fördermöglichkeiten

    • Intercultural Dialogue and Culture

    KREATIVES EUROPA - KULTUR

    Auswahlergebnisse für Europäische Netzwerke veröffentlicht

    Die EACEA hat die Ergebnisse der zweiten und letzten Ausschreibungsrunde für die Netzwerkförderung im Programm KREATIVES EUROPA veröffentlicht. Insgesamt wurden 66 Netzwerk-Anträge eingereicht, darunter sieben aus Deutschland. 28 Netzwerke wurden nun für eine vierjährige Förderung  durch KREATIVES EUROPA KULTUR vorgeschlagen, sie erhalten einen EU-Zuschuss von bis zu 250.000 Euro jährlich. Vier haben ihren Sitz in Deutschland: NEMO (Netzwerk europäischer Museumsorganisationen, angesiedelt beim Deutschen Museumsbund), ERIH (Europäische Route der Industriekultur), EMC (Europäischer Musikrat) und wieder hinzugekommen ist dieses Jahr ECA-EC (European Choral Association- Europa Cantat e.V.). Insgesamt beträgt die Fördersumme für alle Netzwerke ca. 6,4 Mio. Euro.

    Netzwerke gibt es in allen kulturellen Teilsparten. Sie arbeiten ähnlich wie Verbände und unterstützen zum Beispiel den Kapazitätenaufbau in ihrem Bereich, indem sie ihre Mitglieder professionalisieren ("Business to business"). Opens external link in new windowmehr

    Gewinner der Europa Nostra Awards 2017 bekanntgegeben

    Die diesjährigen Gewinner des EU Preises für das Kulturerbe/Europa Nostra Awards stehen fest. Der Preis gilt als eine der höchsten Auszeichnungen für das Kulturerbe und würdigt herausragende Beispiele für die Pflege des kulturellen Erbes sowie Initiativen zur Sensibilisierung. Aus insgesamt 202 eingegangenen Bewerbungen von Organisationen und Individuen aus 39 Ländern in Europa entschieden sich unabhängige Expertenjurys für 29 Gewinner aus 18 Ländern. Die ausgewählten Projekte werden für ihr außerordentliches Engagement in den Kategorien Denkmalschutz, Forschung, Ehrenamtliches Engagement, Bildungs-, Fortbildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen prämiiert. Die feierliche Verleihung der Europa Nostra Awards findet am 15. Mai im finnischen Turku statt. Dort werden sieben der 28 Preisträger mit dem Hauptpreis, dem "Grand Prix"(je mit 10.000 Euro dotiert), gekürt. Ein Gewinner wird zudem mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, für den noch bis zum 8. Mai hier online abgestimmt werden kann. Der Europa Nostra Award ist Teil des EU-Programms KREATIVES EUROPA KULTUR und gehört dort zusammen mit den Kulturhauptstädten Europas und dem Europäischen Kulturerbe-Siegel zu den Sondermaßnahmen. Opens external link in new windowmehr

    Auch in diesem Jahr ist ein deutsches Projekt unter den Preisträgern. Das Gemeinschaftsprojekt „Cultural Heritage and Barrier-free Accessibility project“ von der Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, dem Landesdenkmalamt Berlin und der Fakultät für Mode+Design an der Technischen Universität Berlin erhält die Auszeichnung im Bereich Bewusstseinsbildung.

    Kaunas wird Kulturhauptstadt Europas 2022

    Für das Jahr 2022 hat die unabhängige Expertenjury Kaunas in Litauen zur Kulturhauptstadt Europas ernannt. Der Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport Tibor Navracsics gratulierte Kaunas und betonte die Bedeutung der Initiative Kulturhaptstadt Europas für Europa. Seit deren Beginn  in 1985 haben die Kulturhauptstädte Bürgerinnen und Bürger in Europa näher zusammengebracht, den kulturellen Austausch gestärkt sowie nachweislich meist auch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Städte gefördert.
    Die zweite Kulturhauptstadt 2022 ist noch in der Auswahl, sie wird in Luxemburg liegen. Opens external link in new windowmehr

    Ganztägige Seminare „KREATIVES EUROPA fördert Kultur. Wir erklären wie!" // Mai 2017, Berlin, Chemnitz und Bonn

    Im Mai veranstaltet der Creative Europe Desk KULTUR in Berlin, Chemnitz und Bonn je ein inhaltsgleiches eintägiges Seminar mit Trainingsworkshop. Die Seminare bieten eine Einführung in das komplexe Thema EU-Kulturförderung und dessen Zielsetzung. Inhaltlich wird es vor allem um das Teilprogramm KULTUR in KREATIVES EUROPA gehen, das darauf ausgerichtet ist, im europäischen Kontext zusammen zu arbeiten, dabei die Professionalisierung der Kulturschaffenden und deren Mobilität zu unterstützen sowie neue Publikumsschichten zu erschließen. Grenzüberschreitende, möglichst innovative Kooperationsprojekte bilden das Kernstück des Teilprogramms KULTUR und stehen dementsprechend hinsichtlich Zielen, Förderkriterien und Antragsverfahren im Fokus der Seminare. Neben Hinweisen auf weitere Förderquellen gibt es nützliche Tipps aus der fast 20jährigen Beratungspraxis der Nationalen Kontaktstelle für die Kulturförderung der EU. 

    03.05.2017 in Berlin: Information und Anmeldung
    Ggf. Zusatztermin am 02.05.2017

    10.05.2017 in Chemnitz, im Rahmen der "Europatage für Kultur- und Jugendarbeit": Information und Anmeldung

    31.05.2017 in Bonn: Information und Anmeldung
    Ggf. Zusatztermin am 30.05.2017

    KREATIVES EUROPA - Sektorübergreifender Bereich

    European Creative Hubs Network: Peer-to-peer exchange mobility scheme

    Unter Leitung des British Council sollen im Rahmen des zweijährigen Projekts "European Creative Hubs Network" die Vernetzung und Zusammenarbeit in Europa bestehender creative hubs gefördert werden. "Creative Hubs“, auch "Co-working Spaces“ genannt, sind wirtschaftliche und organisatorische Infrastrukturen, in denen Räumlichkeiten für das Netzwerken innerhalb der Kultur- und Kreativbranche  zur Verfügung stehen. Ziel ist es, dadurch Synergien sowie neue Arbeits- und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zum zweiten Mal organisiert das Netzwerk ein „Peer-to-peer-Austausch-Programm“ (P2P scheme), das die Mobilität und die Entwicklung zwischen den creative hubs in Europa unterstützen soll. Mitarbeiter aus creative hubs können dadurch Arbeitserfahrung in anderen creative hubs sammeln, ihr Wissen austauschen und neue Impulse für die Zusammenarbeit erhalten. Das Projekt wird im sektorübergreifenden Bereich von KREATIVES EUROPA gefördert. Als deutscher Partner ist Betahaus in Berlin beteiligt. Interessierte können sich bis zum 23. April 2017 für das Austauschprogramm bewerben. Opens external link in new windowmehr

    Nächste Bewerbungsfrist: 23. April 2017

    Kick-Off-Meeting von Projekten zur Integration von Flüchtlingen

    Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) hat auf die Flüchtlingsströme aus Kriegs- und Krisengebieten reagiert, indem sie Anfang 2016 zwei neue Ausschreibungen veröffentlicht hat. Im Rahmen von KREATIVES EUROPA wurden 12 kulturelle und audiovisuelle Projekte zur Integration von Flüchtlingen für eine Förderung ausgewählt. Unter ERASMUS+ werden 27 Bildungs- und sieben Jugenprojekte zur Sozialen Inklusion unterstützt. Insgesamt 81 Beteiligte aus 37 europäischen Organisationen trafen sich am 22. Februar 2017 in Brüssel, um sich darüber auszutauschen, wie Kultur zur erfolgreichen Integration beitragen kann. Die Projektträger aus beiden Programmen diskutierten über Erfahrungen, Herausforderungen und Ziele aus den bereits laufenden Projekten und stellten diese vor. Die Projekte aus KREATIVES EUROPA widmen sich insbesondere der digitalen Narration der Schicksale von Geflüchteten und treten darüber in einen interkulturellen Dialog zwischen Geflüchteten und den Aufnahmegesellschaften. Die Koordinatoren berichteten, dass sie bereits positive Auswirkungen beobachten können, denn das fast hautnahe Miterleben dieser Geschichten führe dazu, dass sich viele Menschen besser mit den Flüchtlingen identifizieren können und somit der Respekt und die Toleranz ihnen gegenüber wachse. Somit kann ein kleiner Beitrag zu den großen Zielen der EU, wie der Schaffung eines Bewusstseins für demokratische Werte sowie der Förderung einer aktiven Bürgerschaft, geleistet werden. Opens external link in new windowmehr

    EU-Kulturpolitik

    Jetzt beteiligen: Öffentliche Konsultation zu KREATIVES EUROPA

    Ende Januar hat die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation zu KREATIVES EUROPA gestartet. Ziel ist es, Feedback zum laufenden EU-Kulturförderprogramm zu sammeln, was wiederum absehbar als erste Weichenstellung für ein Nachfolgeprogramm ab 2021 dienen wird. Die Teilnahme ist offen für alle, die Einschätzungen, Anregungen und Kritik abgeben möchten. Nicht nur Interessenverbände oder Organisationen, sondern auch Einzelpersonen können sich beteiligen. Die Konsultation umfasst sowohl Fragen zur Programmumsetzung, den Programmzielen und Fördermaßnahmen von KREATIVES EUROPA als auch zu einem Nachfolgeprogramm. Antworten können in jeder EU-Amtssprache eingereicht werden. Die Ergebnisse der Konsultation werden in einen Bericht zur Zwischenevaluierung von KREATIVES EUROPA einfließen, den die Kommission bis Ende des Jahres dem Europäischen Parlament und dem Rat vorlegen muss. Der Bericht wird öffentlich zugänglich sein.
    Zur Vorbereitung auf die Halbzeit-Evaluierung diskutierten Ende 2015 Vertreter deutscher Kultureinrichtungen im Rahmen eines Runden Tisches auf Einladung von BKM, IGBK und ITI und in Kooperation mit dem CED KULTUR über die bisherige Umsetzung des Programms. Voran gegangen war eine ausführliche Fragebogen-Aktion unter Kulturakteuren, die bereits Erfahrungen mit dem Programm haben.  Die zusammengefassten Ergebnisse sind hier zu finden.

    Ende der Konsultation: 16. April 2017

    Weitere Informationen zur öffentlichen Konsultation

    Direkt zur öffentlichen Konsultation

    Fördermöglichkeiten

    Intercultural Dialogue and Culture

    Das Instrument zur Entwicklunszusammenarbeit (EZI) dient der Untersützung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit mit Drittländern. Der größte Teilbereich namens "Global Public Goods and Challenges" unterstützt unter anderem kulturelle Zusammenarbeit. In diesem Rahmen hat die Europäische Kommission den Call Intercultural Dialogue and Culture veröffentlicht, der sich an gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen widment. Projekte müssen neben dem Antragsteller mindestens zwei Partner vorweisen und können in zwei Maßnahmen eingereicht werden. Die erste Maßnahme richtet sich an Projekte, die das Verständnis für für kulturelle und insbesondere religiöse Vielfalt fördern. Kultur als Möglichkeit der sozialen Inklusion steht im Fokus der zweiten Maßnahme. Die Projekte müssen in mindestens zwei Ländern stattfinden, die laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als Entwicklungsländer gelten. Bevorzugt werden Aktivitäten, die in Äthiopien, Burundi, Burkina Faso, Djibouti, Eritrea, Jemen, Kamerun, Kenia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Somalia, Südsudan, Sudan, Ruanda, Tanzania, Tschad, Uganda und im Iran durchgeführt werden. Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig: Interessierte Organisationen können bis zum 16. Mai ein Konzeptpapier einreichen, die kompletten Antragsunterlagen werden erst nach einer Vorauswahl der Auswahlkommission eingefordert. Der Anteil der EU-Finanzierung am Gesamtbudget der Projekte kann bis zu 90 Prozent betragen.

    Einreichfrist: 16. Mai 2017 (16 Uhr MEZ)

    Zu den Ausschreibungsunterlagen