Composer Collider Europe

Projektkoordination: Hochschule für Musik und Tanz Köln (DE)
Partner:
Aristotelio Panepistimio Thessalonikis (GR) /// Musikfabrik Landesensemble NRW e.V. (DE) /// Stichting Hogeschool der Kunsten Den Haag (NL)

Förderbereich: Kleine Kooperationsprojekte
Fördersumme:
200.000 Euro
Gesamtdauer: Mai 2017 - Dezember 2020

"Composer Collider Europe – CCE" ist eine internationale Veranstaltungsreihe für Kompositionsstudent*innen und Alumni dreier Partneruniversitäten (Köln, Thessaloniki, Den Haag) und interessierten Amateur*innen. Sie bietet den jungen Talenten die Möglichkeit, mit professionellen Komponist*innen, Professor*innen und Musiker*innen des Ensembles MusikFabrik zu arbeiten. Die Veranstaltungsreihe mit Workshops und Konzerten beginnt im November 2017 und endet mit einer abschließenden Konzerttour in 2020.

CCE besteht aus drei zentralen Elementen:

Die Collider Workshops sind für die jungen Komponist*innen ein ideales Forum, um ihre musikalischen Ziele effizient zu kommunizieren und neue Möglichkeiten in der Instrumentaltechnik auszuloten. Sie dienen auch als ein musikalisches Labor, in dem die jungen Komponist*innen mit den professionellen Musiker*innen der Musikfabrik experimentieren, zusammenarbeiten und proben können. Zudem können sie in Hinblick auf ihre internationale Karriere wichtige Kontakte schließen, indem sie Netzwerke aufbauen und professionelle Aufführungen und Aufnahmen vorbereiten. Am Ende werden alle Kompositionen auf einer finalen Tournee in den teilnehmenden Ländern gespielt.
Das Format "Spielbar" beschreibt ein innovatives und spielerisches künstlerisches Labor. Die Zuhörer*innen werden ermutigt, sich unter der Leitung der jungen Komponist*innen am zeitgenössischen Musizieren zu beteiligen. Für die Teilnahme an Spielbar gibt es keine Barrieren. Jede Person, ob mit oder ohne Behinderung, alt oder jung, wird eingeladen, Teil dieses innovativen Kompositionsprozesses zu werden, der alle individuellen Fähigkeiten nutzt, die nicht musikalischer Natur sein müssen. Diese Spielbar-Proben haben einen sehr offenen Charakter und geben den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, kreativ zu sein und sich tief in den Prozess der kompositorischen Entwicklung einzubringen. Die jungen Komponist*innen stehen vor der Herausforderung, Komponist*in, Regisseur*in und Musiker*in in einer Person zu sein.
Das Projekt wurde als Pilotprojekt konzipiert und könnte in anderen europäischen Ländern fortgesetzt werden. Das Projekt Composer Collider Europe kann mehrere Brücken in der europäischen zeitgenössischen Kompositionsmusikbranche schlagen und dabei das Wissen namhafter europäischer Universitäten, Professor*innen, Student*innen, interessierter Laien und des Ensemble Musikfabrik nutzen.

3. Konzerte und Tournee

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Es bot sich an, das Projekt auf internationaler, europäischer Ebene durchzuführen, da Musik bekanntlich Grenzen überwindet. Der Austausch zwischen den verschiedenen Hochschulen und dem Ensemble Musikfabrik erfolgt mit großer Leichtigkeit; verfolgen doch alle das gleich Ziel: zeitgenössische Musik international zu fördern. Dennoch bringt jedes Land, jede Hochschule eigene, strukturelle Voraussetzungen mit, eigene Arbeitsweisen und Klangsprachen. Diese Unterschiede anzuerkennen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig weiterzubringen, erweist sich als eine ungeheuer bereichernde und kreative Erfahrung.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

• rechtzeitige, sehr konkrete Planung des Projektes und das hinsichtlich aller Partner
• dauerhafte, gleichberechtige Einbeziehung aller Partner
• wohldurchdachte und juristisch überprüfte Version des Cooperation Agreements
• Kontakt zu CED halten und stets nachfragen
• Zeitpuffer einbauen
• Koordinator sollte von Anfang an nicht nur inhaltlich sondern auch organisatorisch kontinuierlich in das Projekt eingebunden sein
• Koordinator sollte im Hintergrund genug weitere Personalkapazitäten haben
• starke Ausrichtung auf die Zielvorgaben der EU; notfalls Projekt anpassen oder erweitern
• wohl durchdachter Finanzplan

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen

Bei der Zuordnung der Student*innen zu den einzelnen Hochschulen, kann man schon mal durcheinanderkommen... Und so gab es ein großes Hallo und Staunen bei der Vorstellungsrunde im Kick-Off Meeting, denn die Teilnehmer*innen sind international so vernetzt, dass man sich teilweise nicht zum ersten Mal begegnete.

 

Hochschule für Musik und Tanz Köln
Rebekka Smolibowski-Fuchs
E-Mail: rebekka.smolibowski-fuchs[at]hfmt-koeln.de

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