LABOURGAMES

Projektkoordination: urban dialogues e.V. (DE)
Partner: Alternative Europee (IT) /// Ethniko Kai Kapodistriako Panepistimio Athinion (GR) /// Anschlaege.de - Atelier für Gestaltung Lagé, Watzke&Schumann GbR (DE) /// Stichting Open State Foundation (NL)

Förderbereich: Kleine Kooperationsprojekte
Fördersumme: 199.936 Euro
Gesamtdauer: 2016-2019

LABOURGAMES hinterfragt das Verhältnis von Arbeit und Spiel und schafft innovative Perspektiven auf das gegenwärtige Arbeitssystem in Europa - in dem es selbst Spiele zu diesem Thema produziert. Das Gesamtprojekt besteht auf fünf Komponenten: KÜNSTLERISCHE RECHERCHE, GAME JAMS, SPIELENTWICKLUNG, ANKER EVENTS während der Testphase der Spiele und die DOKUMENTATION des Projektprozesses in digitaler Form und als Printversion.
Als Resultat der KÜNSTLERISCHEN RECHERCHE enstand 2017 ein umfangreicher Bericht, der die Untersuchungen über Spielentwicklung und Arbeitswelten in den Niederlanden, Griechenland und Deutschland zusammenfasst und als Grundlage für die anschliessenden GAME JAMS an den verschiedenen Standorten diente. Während der vier GAME JAMS in den beteiligten Ländern werden etwa 50 Spielideen zu Themen rund um die Arbeit entwickelt. Fünf davon werden 2018 in der Phase der SPIELENTWICKLUNG in konkreten Spielprodukten münden und dann verbreitet werden. Um eine möglichst breite Öffentlichkeit und unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen, kooperiert LABOURGAMES mit etablierten Eventstrukturen - sogenannter ANKER EVENTS - wie dem GameRome Festival, dem PLAY Festival in Hamburg oder der Fachkonferenz IT-Engineering der IG Metall. Damit werden spielbegeisterte Jugendliche ebenso angesprochen wie klassische Gewerkschaftsmitglieder. Denn die Arbeitswelt der Zukunft geht uns alle an.

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Die Frage der Arbeit der Zukunft ist keine nationale, sondern eine globale. Doch selbst innerhalb der EU gibt es unterschiedliche Arbeitssysteme, Konzepte und Problemstellungen. An den verschiedenen Standorten des Projektes werden deswegen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Während sich LABOURGAMES in Deutschland mit Game Design als Lernmethode beschäftigt, sind die Kolleg*innen aus den Niederlanden eng mit der Arbeitsmarktforschung verknüpft und die griechischen Partner reflektieren die gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen der radikalen Sparpolitik.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

Der administrative Aufwand hinsichtlich der Koordination des Projektes innerhalb der Partnerstruktur wie auch der Europäischen Kommission gegenüber erfordert mehr Zeit als innerhalb der EU-Förderarchitektur vorgesehen. Diese Mehrarbeit sollte allen Partnern und Koordinatoren vorab bewusst sein. Kooperationsvereinbarungen mit allen Partnern sollten nicht nur die grundlegenden Punkte der Zusammenarbeit darstellen, sondern auch spezifische Elemente wie Haftungsfragen, Zeitpläne und Aufgabenverteilungen beinhalten und klar definieren.

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen.

Gewerkschaftstagungen beginnen traditionellerweise mit einem Filmabend zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Die IT-Engineering Konferenz 2018 der IG Metall und der Hans-Böckler-Stiftung hatte das Thema Künstliche Intelligenz zum Gegenstand und so tauschten die Veranstalter Film gegen Spieleabend ein. 250 Genoss*innen spielten »paper/mirror«, und bekamen dabei Einblick in die Programmierung von intelligenten Maschinen. Ein perfekter Einstieg ins Thema der Fachkonferenz und gleichzeitig ein geglückter Playtest-Event für LABOURGAMES.

Urban dialogues e.V.
Berlin
Stefan Horn
Tel.: +49 (0) 30 / 44045553
E-Mail: stefan.horn[at]urbandialogues[punkt]de

Zur Projektwebsite