Shared Cities: Creative Momentum

Projektkoordination: Goethe-Institut (DE)
Partner:
Czech Centres (CZ) /// reSITE (CZ) /// Academy of Fine Arts and Design in Bratislava (SK) /// Association of Belgrade Architects (RS) /// Hungarian Contemporary Architecture Centre – KÉK (HU) /// Katowice City of Gardens (PL) /// KUNSTrePUBLIK (DE) /// Mindspace (HU) /// Old Market Hall Alliance (SK) /// Res Publica – Cities Magazine (PL)

Förderbereich: Große Kooperationsprojekte
Fördersumme: 1.616.423 Euro
Gesamtdauer: Juni 2016 - Februar 2020

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität in Europas Städten zu verbessern. Gemeinsam erkunden wir unterschiedliche Aspekte des Teilens und der Stadtplanung, um so neue Wege zu entdecken, wie wir in unseren Städten leben. Elf Organisationen aus sieben Städten bilden gemeinsam eine Plattform für Architektur, Kunst, Urbanismus und die Sharing Economy bilden, um so dazu beitragen, die Städte Mittel- und Osteuropas zu lebenswerteren Orten zu machen.
In den Jahren 2016 bis 2020 finden mehr als 300 Veranstaltungen statt, die zu innovativen Wegen im Bereich der Stadtplanung anregen und dabei die örtliche Bevölkerung einbinden: Architekt*innen und Bürger*innen spielen gemeinsam ein Spiel, bei dem sie die ideale Stadt planen. Aus diesen Veranstaltungen und Forschungsaktivitäten entsteht eine Reihe von Fallstudien und Forschungspublikationen. Historische Hintergründe und aktuelle Trends von Sharing-Initiativen in Mittel- und Osteuropa werden in drei jährlich erscheinenden Ausgaben des internationalen Shared Cities Magazins publiziert. 2019 werden die interessantesten Ergebnisse des Projektes in Form einer interaktiven Abschlusspräsentation und mittels datengestützten Visualisierungen in einem Shared Cities Atlas präsentiert.

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Shared Cities: Creative Momentum wurde als europäisches Projekt entwickelt, um den Status quo in mittel- und osteuropäischen Städten zu adressieren, in denen eine postsozialistische Mentalität, leistungsunfähige Bürokratie, mangelnde Transparenz und unzureichende internationale Zusammenarbeit symptomatisch sind. Durch gemeinsame Netzwerke, Wissens- und Erfahrungsvermittlung entstehen neue Modelle in der Stadtplanung und der Austausch über erfolgreiche Partizipation der Öffentlichkeit an der Stadtentwicklung.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

Das Shared Cities Projekt bringt elf Partnerorganisationen zusammen, aus sieben verschiedenen Städten in sechs Ländern. Bei einem so großen Konsortium ist es wichtig, dass sich schon in der Projektentwicklung alle Partner auf gemeinsame Ziele einigen, die auch mit den Zielen und Aktivitäten der jeweligen Organisationen übereinstimmen. So bleibt ihr "buy-in" auch im Laufe des Projektes stark. Außerdem profitiert unser Projekt von einer stabilen Managementstruktur und regelmäßigen Partnertreffen, die online und einmal im Jahr auch persönlichen stattfinden.

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen.

Was passiert, wenn es Mütter satthaben, sich den Müll im Innenhof ihrer Siedlung in Belgrad anzusehen? Mit dem Wunsch, einen sauberen Spielplatz für ihre Kinder zu schaffen, haben drei Damen die Initiative ergriffen und den öffentlichen Raum "Plateau" in Mitten einer Belgrader Wohnsiedlung aufgeräumt.
An diese lokale Initiative hat ein offizielles Projekt mit dem Namen Čuvari parka angeknüpft, das mit der Unterstützung der Association of Belgrade Architects (ABA), Shared Cities’ Partnerorganisation in Serbien, entwickelt wurde.
Seitdem haben sich viele Nachbar*innen angeschlossen und neues Interesse an dem öffentlichen Raum, der ihr Zuhause umgibt, gezeigt. Studierende der Anthropologie haben die Geschichte des Innenhofs als Forschungsthema gewählt; Workshops und Künstler*innen-Interventionen haben dem Platz noch mehr Leben eingehaucht. Im Oktober 2017 wurde ein "Urban hub" an dem Platz „Plateau“ eröffnet und dank der aktiven Bewohnerinnen vor Ort und der institutionellen Unterstützung im Rahmen des Projektes Shared Cities, ist heute ein vormals dreckiger Hof gepflegt, lebendig und viel besser genutzt als zuvor.

Goethe Institut e.V.
München
Stefanie Heublein
Tel.: 00420 / 221 962284
E-Mail: Stefanie.Heublein[at]goethe[punkt]de

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