European Theatre Lab - Drama goes digital - Connecting theatre and audiences across Europe

Projektkoordination: European Theatre Convention (FR/DE)
Partner: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (DE) /// Theatre de Liege (BE) /// Hrvatsko narodno kazaliste u Zagrebu (HR) /// Compagnie Michel Didym SARL Theatre de la Manufacture - Centre Dramatique National Nancy Lorraine (FR) /// Tsibilisi Kote Marjanishvili State Drama Theatre (GE) /// Teatrul National Marin Sorescu (RO) /// Det Norske Teatret (NO)

Förderbereich: Kleine Kooperationsprojekte
Fördersumme: 200.000 Euro
Gesamtvolumen: 280.000 Euro
Gesamtdauer: 2016-2018

Das European Theatre Lab: Drama goes digital (ETL) ist Europas erster Think Tank, der sich der Erforschung einer digitalen Strategie für die großen staatlich finanzierten Theaterinstitutionen Kontinentaleuropas widmet, mit dem Ziel, den Zugang zu Kunst durch neue Technologien zu erweitern. Von Oktober 2016 bis September 2018 testeten drei Teams europäischer Staatstheater neue Methoden zur Nutzung von Technologie in der kreativen Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit, produzierten kreative Koproduktionen auf der Grundlage dieser Forschung, die in Theatern und Festivals präsentiert werden sollten, und teilten diese Aktivitäten mit einem breiteren Publikum in Berichten und Veranstaltungen.

Die European Theatre Convention (ETC) betreute das gesamte Projekt von der Planung bis zur erfolgreichen Produktion und Lieferung. Alle Partner arbeiteten in internationalen Teams von 2 oder 3 Theatern zusammen, um 3 Koproduktionen zu realisieren:
Kinetics of Sound: 2 klassische Theatertexte wurden einem neuen Publikum präsentiert - der norwegische Peer Gynt von Henrik Ibsen wurde in Zagreb präsentiert und die Kroatische Königsmesse von Miroslaw Krleža wurde in Oslo inszeniert - mit einem neuen Tonerfassungsgerät, um die Präsenz der Schauspieler auf der Bühne zu erhöhen.
Idiomatic/Dub it: Die belgisch-rumänische Zusammenarbeit entwickelte eine neue automatisierte Technik zur Übertitelung von Sprache zu Text und testete sie in einer neuen Performance, die von Schauspielern aus 5 Ländern mit jeweils eigener Sprache aufgeführt wurde.
Stage Your City: Die Erweiterung der Theaterbühne auf neue Performance-Plattformen wie Smartphones und die ganze Stadt war das Ziel dieser Produktion, neue Technologien im theatralischen Kontext zu erproben. Eine interaktive Performance, die auf einer Smartphone-Anwendung mit Mixed-Reality-Action-Techniken basiert, ist das Ergebnis der französisch-deutsch-georgischen Koproduktion, einer City Walk-Performance, die das Publikum befragt, die Interaktion zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz, Datenflüssen und globaler Unsicherheit kritisch zu reflektieren.

Zwei wesentliche Elemente waren für die gemeinsame Arbeit entscheidend: die internationale Zusammenarbeit und ein sektorübergreifender Forschungsansatz.

Der Schlüssel zum Erfolg der Forschung war die Initiierung von 7 OpenLabs durch die künstlerischen Teams, einem Format, das es Künstlern ermöglichte, neue Arbeitsweisen zu erleben, technische Möglichkeiten kennenzulernen, Ideen zur Nutzung der Technologie zu sammeln, die einen Mehrwert für die Theateraufführung darstellt, die Rolle des Publikums zu berücksichtigen und sich mit internationaler und lokaler Expertise beim Aufbau sektorübergreifender Partnerschaften zu verbinden.
Die ETL-Ergebnisse wurden bisher auf Bühnen in 8 Ländern und Theatern, 3 Festivals, 4 Konferenzen präsentiert. Strategische Schlussfolgerungen zur Bewältigung des digitalen Wandels im Theater werden in zwei Publikationen für die Kreativwirtschaft und politische Entscheidungsträger vorgestellt.

European Theatre Convention
Berlin
Teresa Pfaud
Tel.: +49 (0) 30 28441 207
E-Mail: tpfaud[at]etc-cte[punkt]org

Zur Projektwebsite