Advancing Performing Arts Project (APAP) - Performing Europe 2020

Projektkoordination: Szene Salzburg (AT)
Partner:
Szene Salzburg (AT) /// Tanzfabrik Berlin (DE) /// Kunstencentrum BUDA, Kortrijk (BE) /// Maison de la Culture d'Amiens (FR) /// Fundacja Cialo/Umysl (PL) /// Reykjavik Dance Festival (IS) /// BIT Teatergarasjen (NO) /// Student Centre Zagreb (HR) /// Teatro Nacional D. Maria II, E.P.E (PT) /// Theatre Nanterre Amandiers (FR) /// Centrale Fies (IT) /// Associated Partner: Bipod festival (LBN)

Förderbereich: Große Kooperationsprojekte
Fördersumme:
2.000.000 Euro
Gesamtdauer: 2016-2020

APAP - Performing Europe 2020 widmet sich der Stärkung des zeitgenössischen Tanzes und der darstellenden Künste in Europa und im Ausland, einschließlich eines speziellen Satellitenprojekts mit "Maqamat / Beit El Raqs" im Libanon, sowie einem starken Fokus auf der Erweiterung des Publikums und des Wissenstransfers zwischen kulturellen Organisationen.
Das neue Projekt des seit 15 Jahren erfolgreichen „Advancing Performing Arts Project“ trägt die zeitgenössische Kunst in neue gesellschaftliche, geographische und künstlerische Umfelder. Es verbessert die Kunstproduktion, deren Entwicklung und Verbreitung. In einer gezielten Erweiterung eines Publikums arbeitet dieses Europäische Netzwerk auf allen Ebenen mit einmaligen Organisationen und auf vielfältigen Kommunikationsebenen zusammen. Drei zusätzliche Partnerorganisationen aus Portugal, Island und Frankreich erweitern das Spektrum in deren spezifischem Kontext. Das neue APAP-Netzwerk umfasst 11 unterschiedlich große Kulturorganisationen aus 10 verschiedenen Ländern.
APAP – Performing Europe – 2020 wird 38 Künstler*innen/Kompanien bei der Realisierung ihrer Projekte unterstützen. Das Produktionszentrum „apap production studio berlin“ ist das Herzstück eines umfangreichen Residenz-Programms und die Drehscheibe der beteiligten Künstler*innen für Produktion und einen intensiven Austausch mit öffentlichen Präsentationen. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf „Audience Development“ mit dem "ABC"-Projekt aus Brüssel, wodurch fachkundige Beratung und Strategien geboten werden, um neue Zielgruppen zu entwickeln. Durch die Zusammenarbeit mit Maqamat / Beit El Raqs werden die Beziehungen zum Nahen Osten gestärkt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Projekt auf europäischer Ebene durchzuführen?

Die Tanzfabrik versteht sich seit 40 Jahren als Gastgeber und Inkubator für die Berliner Szene, und für internationale Gäste. Der Kern der Aktivitäten liegt in der intensiven und direkten Begegnung zwischen Künstler*innen, Publikum und Expert*innen, verortet in einer der lebhaftesten Städte in Europa für die zeitgenössischen darstellenden Künste mit Tausenden von Künstler*innen und Hunderten von Theatern und Standorten aller Kunstsparten. Durch ein seit vielen Jahrzehnten erfolgreiches Residenz-Programm mit dem Open Spaces-Format dreimal im Jahr sowie in enger Zusammenarbeit mit Partnern in Berlin, stehen die lokalen und internationalen Künstler*innen in intensivem Austausch für eine aktuelle Auseinandersetzung mit politischen, sozialen, und künstlerischen Fragestellungen in Theorie und Praxis.

Seit 2005 ist die Tanzfabrik Berlin Partner in internationalen und europäischen Projekten. Dies erweitert die Zusammenarbeit mit der internationalen Künstlerszene in Berlin als auch mit dem Publikum und der Nachbarschaft. Das erlangte Wissen bietet im Einklang mit den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Künstler*innen ein spannendes Potential für die Kommunikation mit und für die Akquisition neuer Partner.

Was raten Sie künftigen Antragstellenden und/oder Partnern?

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit sollte aus inhaltlicher Überzeugung und gemeinsamer Zielsetzung geschehen. Zielsetzungen und Kriterien der aktuellen Ausschreibungen und mögliche politische Subkriterien sind ausschlaggebend.

Erzählen Sie uns zum Projekt eine Geschichte aus dem Nähkästchen.

Ein gutes Beispiel für eine gute Praxis ist das apap Produktionsstudio in Berlin. Nicht nur ist das Studio immer beschäftigt, sondern es erlaubt den Künstler*innen auch, sich mit der Berliner Szene auszutauschen und bestmöglich zu profitieren. Die Tanzfabrik Berlin entwickelte ein Format für die Begegnung zwischen apap-Künstler*innen in der Residenz im Studio und der lokalen Szene mit dem Namen „Time to meet“, das nicht nur von Fachleuten, sondern auch von normalem Publikum sehr gut angenommen wurde. Die Möglichkeit einer freien Produktionsfläche in Berlin ermöglicht es insbesondere jungen Künstler*innen, eine professionelle Produktionserfahrung in verschiedenen und professionellen Wettbewerben zu sammeln.
Innerhalb des ABC-Moduls von apap - Performing Europe 2020 arbeitete die Tanzfabrik Berlin in einer Woche intensiv mit 43 neuen Studentierenden an Theorie und Praxis zeitgenössischer darstellender Kunst/Tanz mit Dramatiker Silke Bake. Die Aufgabe bestand darin, zwei Formate für ein AFTER TALK nach zwei verschiedenen Vorstellungen zu erstellen und geeignete Strategien zu finden, um über zeitgenössische Vorführungen zu sprechen und/oder die Erfahrung zu erweitern und zu reflektieren. Die Teilnehmer*innen wollen in Zukunft mehr daran arbeiten und konnten zeitgenössische Performance genauer kommunizieren.

Tanzfabrik Berlin e.V.
Berlin
Ludger Orlok
Tel.: +49 (0) 30 / 20059270
E-Mail: orlok[at]tanzfabrik-berlin[punkt]de

Zur Projektwebsite