Keramik wird nicht nur für Dekorationszwecke verwendet sondern bietet vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Das Projekt "Ceramics and its dimensions" beschäftigt sich mit genau dieser Vielfältigkeit von Keramik im privaten und öffentlichen Raum. 17  Museen,  Universitäten  und  Firmen  aus  elf  Ländern  beleuchten  in  dem vierjährigen Projekt die verschiedenen Aspekte  von  Keramik  aus  einem  kulturellen, akademischen  und  industriellen  Blickwinkel.
Dafür entwickelten die am Projekt Beteiligten verschiedene Module. Diese vereinen unterschiedliche Aktivitäten und sind chronologisch aufgebaut, damit Ergebnisse aus vorangegangenen Worshops und Symposien direkt in die Weiterentwicklung neuer Formate einfließen können. So wird die Verwendung und Nutzung von Keramik in der Vergangenheit und in der Zukunft genauer beleuchtet. Welchen Anforderungen muss Keramik im Designbereich der heutigen Zeit entsprechen? Das Projekt "Ceramics and its dimensions" zeigt die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten - etwa in der Architektur als Dämmmaterial oder als Dekorationselemente im häuslichen Bereich - auf. Gleichzeitig wird sich in Workshops mit neuen Herstellungsmethoden beispielsweise via 3D-Druckern auseinandergesetzt und die Relevanz von Keramik als Requisit in Filmen und in der Werbung analysiert. Im Rahmen der Veranstaltung Future Lights werden zudem junge Künstler und Künstlerinnen, die sich mit Keramik beschäftigen, unterstützt, indem sie mit innovativen Ideen am Future Lights Wettbewerb teilnehmen. Danach erhalten sechs Teilnehmende die Möglichkeit ihre Ideen mithilfe eines Stipendiums umzusetzen. 
Neben der Förderung des professionellen Sektors engagiert sich das Projekt auch im Bereich der Publikumsentwicklung. Das Porzellanikon, Koordinator des Kooperationsprojekts entwickelt gemeinsam mit den Partnermuseen innovative Konzepte für die Integration neuer Publikumsschichten. Mit multimedialen Angeboten soll vor allem den jüngeren Besuchern die Bedeutung von Keramik näher gebracht werden. Im Rahmen eines Moduls werden Menschen auf Europas Straßen befragt, welchen Stellenwert Keramik in ihrem Alltag hat.
In einer Wanderausstellung sollen die keramischen Entwicklungen in den Partnerländern  am  Beispiel  typischer  Keramiken und Porzellane  aufgezeigt  und  mit  Hilfe  von museumspädagogischen und multimedialen Angeboten erlebbar gemacht werden. Darüber  hinaus  zeigt das Projekt "Ceramics and its dimensions"  die  unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten  –  etwa  in  der Architektur  als  Dämmmaterial  oder  als Dekorationselemente im häuslichen Bereich –  auf.

Projektkoordination: Porzellanikon - Staatliches Museum für Porzellan, Hohenberg a.d. Eger/Selb (DE)
Partner: Kunsthochschule Berlin-Weißensee Hochschule für Gestaltung (DE), Technische Universität Ilmenau (DE), Umeleckoprimyslove Museum v Praze (CZ), Eesti Tarbekunsti Ja Disainimuuseum (EE), Ministerio de Educación, Cultura y Deporte (ES), Aalto-Korkeakoulusaatio (FI) Crafts Council of Ireland Limited (IE), Fondazione Mic Museo Internationale delle Ceramiche in Faenza-Onlus (IT), Rigas Domes Izglitibas Kulturas un Sporta Departaments (LV), Rigas Tehniska Universitate (LV), Museum of Applied Art (RS), Narodni Muzej Slovenije (SI), University of Ulster (UK), Staffordshire University (UK), British Ceramics Biennial (UK), Stoke-On-Trent City Council (UK)

EU-Förderung: Programm KREATIVES EUROPA (2014-2020)
Förderbereich: Große Kooperationsprojekte
Fördersumme: 1.934.308 Euro
Gesamtvolumen: 3.868.616 Euro
Gesamtdauer: 2014-2018

Kontakt
Porzellanikon - Staatliches Museum für Porzellan, Werner-Schürer-Platz 1, 95100 Selb
Wilhelm Siemen (Direktor)
Tel.: 09287 918 00-23
E-Mail: wilhelm.siemen(at)porzellanikon.org


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