Newsletter 06/2016 (27.06.2016)

KREATIVES EUROPA - KULTUR

    • Europa Nostra Awards: Preisverleihung 2016
    • Europa Nostra Awards 2017: Aufruf zur Bewerbung
    • Midem 2016: Austausch zu künftiger EU-Förderung für die Musikbranche

    EU-Kulturpolitik

    • Neue Strategie für Kultur in den EU-Außenbeziehungen vorgestellt
    • EU-Eastern Partnership Culture and Creativity Programme
    • Crowdfunding4Culture: Jetzt an Umfragen beteiligen

    Termine

    • Für Kurzentschlossene: Info-Veranstaltung zu den EU-Programmen für bürgerschaftliches Engagement und Kultur // 15 - 18h, 28.06.2016, Köln
    • Jubiläum der Kulturpolitischen Gesellschaft: 40 Jahre sind (nicht) genug – Kulturpolitik weiterdenken! // 01.-02.07.2016, Hamburg
    • Vortrag „EU-Programme für Kultur-, Begegnungs- und Partnerschaftsprojekte" // 02.07.2016, Hamburg
    • Vortrag »EU-Förderung für Engagement und Partizipation in Europa«. Eine Einführung // 02.08.2016, Bonn

    Fördermöglichkeiten

    • Aufruf für Kulturprojekte im Libanon
    • Internationaler Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts
    • Fonds Darstellende Künste initiiert Förderprogramm für interkulturelle Theaterprojekte

    KREATIVES EUROPA - KULTUR

    Europa Nostra: Preisverleihung 2016

    Am 24. Mai hat in Madrid die feierliche Verleihung der Europa Nostra Awards 2016 (Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe) stattgefunden. Die Aufnahme der vollständigen Zeremonie ist hier verfügbar. Jurys aus unabhängigen Experten haben aus den 28 Gewinnern sieben Hauptpreisträger in vier Kategorien ausgewählt. In diesem Jahr wurde das Berliner Projekt Tanzfonds Erbe in der Kategorie „Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung" für besondere Anstrengungen im Bereich Erhalt und Vermittlung des Kulturerbes Tanz ausgezeichnet. Eine vollständige Übersicht der Gewinner finden Sie hier. Ausgerichtet wird die Preisvergabe im Auftrag der Europäischen Kommission durch den europäischen Dachverband für Kulturerbe „Europa Nostra“. Hierfür erhält dieser eine Förderung durch das Programm KREATIVES EUROPA.
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    Europa Nostra Awards 2017: Aufruf zur Bewerbung

    Der Europa Nostra Award wird in den Kategorien Denkmalschutz, Forschung, Ehrenamtliches Engagement sowie Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung für herausragende Leistungen zur Erhaltung des kulturellen Erbes vergeben. Jährlich werden mit dem Preis bis zu 30 Preisträger ausgezeichnet. Alle Gewinner erhalten eine Plakette, die bis zu sieben Hauptpreisträger bekommen zusätzlich je 10.000 Euro.
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    Bewerbungsschluss: 01. Oktober 2016

    Midem 2016: Austausch zu künftiger EU-Förderung für die Musikbranche

    Das Programm KREATIVES EUROPA war dieses Jahr mit der Konferenz „Music moves Europe" bei Midem, dem jährlichen internationalen Musikbranchentreff und bedeutende Musikmesse in Europa, in Cannes vertreten. Ziel der Konferenz am 4. Juni war es, festzustellen, wie die EU die Musikbranche angesichts aktueller Herausforderungen durch ihre Politiken und Förderprogramme unterstützen kann. Bereits in den letzten Monaten hatte die Europäische Kommission Workshops mit Vertretern der Branche durchgeführt, um deren Einschätzungen zur aktuellen Situation der Musikindustrie einzuholen. Erste Ergebnisse dieser Treffen wurden bei der Konferenz vorgestellt. Ein Mitschnitt der Veranstaltung ist hier verfügbar. Neben „Music moves Europe" richtete die Europäische Kommission in Cannes zusätzlich themenspezifische Sitzungen aus, z.B. zu aktuellen Fördermöglichkeiten der EU für die Musikbranche. Das Schlusswort Michel Magniers von der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission kann hier angesehen werden. mehr

    EU-Kulturpolitik

    Neue Strategie für Kultur in den EU-Außenbeziehungen vorgestellt

    Am 8. Juni hat die Europäische Kommission gemeinsam mit der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, eine neue Strategie für internationale Kulturbeziehungen vorgestellt. Bereits beim Europäischen Kulturforum im April hatte die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission angekündigt, dass die Strategie ein wichtiger Schritt sei, Kultur verstärkt in den Außenbeziehungen der EU zu verankern (zur vollständigen Rede als Text oder Video). Angestrebt wird, die kulturelle Zusammenarbeit mit internationalen Partnerländern auszubauen und gleichzeitig Europas Werte und Interessen in der Welt zu befördern. So konzentriert sich die Strategie auf drei Hauptziele: Kultur als Motor für soziale und wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen, den interkulturellen Dialog und die Bedeutung von Kultur für friedliche Beziehungen zwischen Gesellschaften zu fördern sowie die internationale Zusammenarbeit im Bereich kulturelles Erbe zu intensivieren. Damit ist der strategische Rahmen für den Aufbau einer neuen Politik der internationalen kulturellen Beziehungen abgesteckt. An der Umsetzung wird die Europäische Kommission mit verschiedenen Ebenen – EU-Mitgliedstaaten, EU-Delegationen, nationalen Kulturinstituten und –Stiftungen, privaten und öffentlichen Unternehmen und der Zivilgesellschaft aus der EU und den Partnerländern– zusammenarbeiten. mehr

    EU-Eastern Partnership Culture and Creativity Programme

    Das „EU-Eastern Partnership Culture and Creativity Programme" soll den Beitrag der Kultur- und Kreativbranche zu einer nachhaltigen humanitären, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in den Ländern der östlichen Partnerschaft - Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Republik Moldau und Ukraine - unterstützen. Abgedeckt werden u.a. Themen wie Kulturmanagement, Kulturforschung, Publikumsentwicklung, Kulturjournalismus und Fundraising. Auf der Programmwebsite ist seit Kurzem eine neue Liste mit Ausschreibungen für Künstler, Forscher und Kreative verfügbar. Darüber hinaus werden derzeit Experten für Kulturjournalismus sowie Experten für die Entwicklung von E-learning-Kursen zu Crossovers und Fundraising von Kulturprojekten gesucht. Bewerbungsschluss ist hier jeweils der 1. Juli.  Das vierjährige EU Eastern Partnership Culture and Creativity Programme läuft noch bis 2018 und ist mit einem Budget von 4,2 Mio. Euro ausgestattet. mehr

    Crowdfunding4Culture: Jetzt an Umfragen beteiligen

    Crowdfunding, die Praxis, Projekte oder Einichtungen durch finanzielle Beiträge vieler verschiedener Personen zu finanzieren, hat in den letzten Jahren europaweit an Bedeutung gewonnen. Doch wie funktioniert Crowdfunding im Kultur- und Kreativbereich? Was gilt es zu beachten? Crowdfunding4Culture soll Wissenswertes rund um das Thema Crowdfunding im Kultur- und Kreativbereich bündeln und zu einem europaweiten Informationspool avancieren. Es richtet sich an Kulturschaffende und Kreative, Crowdfunding-Plattformen, Unterstützer und politische Entscheidungsträger. Vertreter der vier Zielgruppen können sich noch bis zum 31. Juli an spezifischen Umfragen beteiligen und Einblicke über ihre Motivationen sowie über Schwierigkeiten im Umgang mit Crowdfunding geben. Crowdfunding4Culture ist Teil des im Januar gestarteten Pilotprojekts „Crowdfunding for the cultural and creative sectors: kick-starting the cultural economy" der Europäischen Kommission. Ziel des Projekts ist es, ein Mapping europaweit bestehender Crowdfunding-Praktiken durchzuführen und die Bedeutung dieser Finanzierungsmöglichkeit für den Kultur- und Kreativbereich zu analysieren. mehr

    Termine

    Für Kurzentschlossene: Info-Veranstaltung zu den EU-Programmen für bürgerschaftliches Engagement und Kultur // 15 - 18h, 28.06.2016, Köln

    Die Stadt Köln, das Europe Direct-Informationszentrum und die Region Köln/Bonn e.V. laden gemeinsam zu der Vortragsveranstaltung ein, bei der Einblick in die EU-Programme „Kreatives Europa KULTUR" sowie „Europa für Bürgerinnen und Bürger" gegeben wird. Die Veranstaltung richtet sich an Kunst-, Kultur- und Medienschaffende, Projektverantwortliche aus Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kommunen, Vereinen (u.a. Partnerschaftsvereinen), Verbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die in europäischen Kooperationen und Partnerschaften arbeiten.

    Sabine Bornemann, Leiterin des Creative Europe Desk KULTUR, stellt das EU-Programm Kreatives Europa vor. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf dem Teilprogramm KULTUR, das vor allem darauf ausgerichtet ist, im europäischen Kontext zusammen zu arbeiten, dabei die Professionalisierung der Kulturschaffenden und deren Mobilität zu unterstützen sowie neue Publikumsschichten zu erschließen.

    Christine Wingert, Leiterin der KS EfBB, stellt das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger" vor, das Kommunen, Bildungseinrichtungen, Vereine und viele weitere Einrichtungen und Organisationen fördert, die mit ihren Aktivitäten zur Förderung zu einer aktiven europäischen Bürgerschaft beitragen. mehr

    Jubiläum der Kulturpolitischen Gesellschaft: 40 Jahre sind (nicht) genug – Kulturpolitik weiterdenken! // 01.-02.07.2016, Hamburg

    Die Kulturpolitische Gesellschaft, Trägerorganisation des Creative Europe Desk KULTUR, feiert 40-jähriges Jubiläum.

    40 Jahre ist es her, dass sich unter den Schlagworten „Neue Kulturpolitik" und „Kultur für alle" eine neue Bewegung formierte, die nichts weniger als eine Neuausrichtung der Kulturpolitik im Sinn hatte: Statt um Eliten, Hochkultur und Exklusivität ging es darum, die Kultur zu öffnen, sie mit dem Alltag der Menschen zu verbinden (Soziokultur) und sie vor allem für alle Menschen zugänglich zu machen. Kulturpolitik erlebte in der Folge, vorangetrieben durch kommunale Vordenker wie Hilmar Hoffmann, Hermann Glaser oder Alfons Spielhoff, eine enorme Aufwertung hin zu einem der zentralen Querschnittsthemen der Kommunalpolitik und leistete wichtige Impulse auch in andere Bereiche hinein, wie etwa die (kulturelle) Bildung.

    Doch wo stehen wir 2016? Hat die Neue Kulturpolitik die mit ihr einhergehenden Erwartungen erfüllt? Warum sind nach wie vor große Teile der Gesellschaft von der kulturellen Teilhabe ausgeschlossen? Welche Rolle kann Kulturpolitik gerade jetzt spielen, wo die Gesellschaft (auch) zuwanderungsbedingt vor einschneidenden Veränderungen steht? An welchen gesellschaftlichen Phänomenen tun sich kulturelle Fragen bzw. Konflikte auf und wird Politisierung sichtbar? Und last but not least: Wie können wir neue Zielgruppen für Kulturpolitik begeistern? Weitere Informationen und Anmeldung

    Vortrag „EU-Programme für Kultur-, Begegnungs- und Partnerschaftsprojekte" // 02.07.2016, Hamburg

    In zwei Vorträgen werden begleitend zum 40-jährigen Jubiläum der Kulturpolitischen Gesellschaft die EU-Programme „Kreatives Europa – KULTUR" und „Europa für Bürgerinnen und Bürger" vorgestellt. Die Veranstaltung richtet sich an Kunst-, Kultur- und Medienschaffende, Projektverantwortliche aus Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kommunen, Vereinen, Verbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die in europäischen Kooperationen und Partnerschaften arbeiten.

    Der Schwerpunkt des Vortrags des Creative Europe Desks KULTUR liegt auf dem Teilprogramm KULTUR, das vor allem darauf ausgerichtet ist, im europäischen Kontext zusammen zu arbeiten, dabei die Professionalisierung der Kulturschaffenden und deren Mobilität zu unterstützen sowie neue Publikumsschichten zu erschließen.

    Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger" fördert Kommunen, Bildungseinrichtungen, Vereine und viele weitere Einrichtungen und Organisationen, die mit ihren Aktivitäten zur Förderung einer aktiven europäischen Bürgerschaft beitragen.

    Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Anmeldung unter info@ced-kultur.eu

    Vortrag »EU-Förderung für Engagement und Partizipation in Europa«. Eine Einführung // 02.08.2016, Bonn

    Begeben Sie sich auf unbekanntes Terrain – lernen Sie neue EU-Förderprogramme kennen! Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sind Gegenstand sowohl des Forschungsrahmenprogramms der EU »Horizont 2020« als auch des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger«. Angesprochen sind mit beiden Programmen, die von Franziska Scherer, Nationale Kontaktstelle Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften, und Stefanie Ismaili-Rohleder, Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« vorgestellt werden, zivilgesellschaftliche Organisationen, Kommunen sowie Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Im Anschluss an die Vorträge findet ein Ausklang mit Möglichkeit zum Austausch statt.
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    Fördermöglichkeiten

     

    Aufruf für Kulturprojekte im Libanon

    Bis zum 11. Juli 2016 können Anträge für Kulturprojekte im Libanon eingereicht werden. Ziel der Fördermaßnahme ist die Unterstützung des gegenseitigen Verständnisses und die Annäherung zwischen Menschen durch kulturellen Austausch sowie die Förderung von kultureller Zusammenarbeit zwischen der EU und dem Libanon. Gefördert werden kulturelle und sportliche Aktivitäten, wie z.B. Musikfestivals, Theater, Ausstellungen, Wettbewerbe und Workshops. Die geförderten Projekte sollen Jugendliche verschiedener libanesischer Gemeinden und verschiedener Nationalitäten zusammenbringen. Projekte können zwischen 40.000 Euro und 60.000 Euro Zuschuss erhalten, die mind. 55% und max. 80% der förderfähigen Kosten ausmachen dürfen. Antragsberechtigt sind gemeinnützige Organisationen, wie lokale Behörden, NGOs oder öffentliche Einrichtungen. mehr
    Bewerbungsschluss: 11. Juli 2016

    Internationaler Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts

    Internationale Koproduktionen stehen beispielhaft für die partnerschaftliche und dialogische Zusammenarbeit. Das Goethe-Institut will mit einem neu aufgelegten Koproduktionsfonds neue kollaborative Arbeitsprozesse und innovative Produktionen im internationalen Kulturaustausch anregen, um die Entstehung neuer Netzwerke und Arbeitsformen in globalen Zusammenhängen zu unterstützen und um neue Wege der interkulturellen Zusammenarbeit zu erproben. Gefördert werden Koproduktionen von Künstlerinnen und Künstlern in den Bereichen Theater, Tanz, Musik und Performance, wobei hybride und interdisziplinäre Formate und die Verwendung digitaler Medien tragende Komponenten darstellen können. Zielgruppe sind professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler bzw. Ensembles und Initiativen im Ausland und in Deutschland, die nachweislich nicht über ausreichende Eigenmittel verfügen, um ihr Vorhaben einer Koproduktion zu verwirklichen. mehr
    Bewerbungsschluss: 15. Juli 2016

    Fonds Darstellende Künste initiiert Förderprogramm für interkulturelle Theaterprojekte

    Das neue Programm HOMEBASE – Theater für die kommende Gesellschaft des Fonds Darstellende Künste ist für die Jahre 2016 und 2017 mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien von bis zu 300.000 Euro ausgestattet. Ziel des Programms ist es, die Kreation neuer, identitätsstiftender Narrative für die kommende Gesellschaft mit den Mitteln des Theaters zu unterstützen. Der Begriff HOMEBASE steht dabei zum einen im Wortsinn für den Ausgangspunkt einer Suchbewegung, zum anderen als Platzhalter für zeitgemäße, im Wandel begriffene Formen und Praktiken von Heimat. Gefördert werden sollen Projekte, die Selbstreflexion und neue Perspektiven ermöglichen, indem sie Fragen von Herkunft und Zugehörigkeit, von Eigenem und Fremdem, neu verhandeln. Der Fokus der Förderung liegt explizit auf dialogorientierten und interkulturellen Ansätzen: Ob mit Geflüchteten und Asylsuchenden, mit Bürgern mit Migrationshintergrund oder mit Künstlern aus den Fluchtländern - im Zentrum der Vorhaben soll der Austausch stehen. mehr
    Bewerbungsschluss: 16. September 2016 (zweite Förderrunde)