Newsletter 17/2015 (16.12.2015)

KREATIVES EUROPA - KULTUR

  • Ukraine nimmt ab sofort an KREATIVES EUROPA teil
  • EBBA-Gewinner 2016 stehen fest: Jetzt abstimmen für den Publikumspreis

Aktuelles aus geförderten Projekten

  • 7 Most Endangered: Nominierungen bekannt gegeben
  • European Talent Exchange Programme (ETEP)

EU-Kulturpolitik

  • EU-Kulturministerrat: Interkulturellen Dialog stärken
  • Arbeitsprogramm 2016 der EU-Kommission

Termine

  • Horizont 2020 Infoveranstaltung: Kulturelles Erbe im Verbund beforschen, zusammen mit CED KULTUR // 19.01.2016, Bonn

Fördermöglichkeiten

  • EU-Kommission: Förderung von Projekten gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit

Weihnachtsgrüße


KREATIVES EUROPA - KULTUR

Ukraine nimmt ab sofort an KREATIVES EUROPA teil

Kultureinrichtungen aus der Ukraine können ab sofort am Programm Kreatives Europa – Teilprogramm KULTUR teilnehmen. Der EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport Tibor Navracsics und der ukrainische Kulturminister Wjatscheslaw Kyrylenko unterzeichneten Mitte November in Kiew ein entsprechendes Abkommen. Damit können Organisationen aus der Ukraine in Kooperationsprojekten, Europäischen Netzwerken, Plattformen und Literarischen Übersetzungsprojekten Partner werden. Die Teilnahme der Ukraine am Programm Kreatives Europa ist Bestandteil der Entwicklung einer EU-Strategie für Kulturdiplomatie, die die EU-Außenbeziehungen vertiefen und bereichern soll.  mehr

EBBA-Gewinner 2016 stehen fest: Jetzt abstimmen für den Publikumspreis

Am 13. Januar 2016 werden im niederländischen Groningen die European Border Breakers Awards (EBBA) verliehen. Die EBBAs sind Teil des Programms Kreatives Europa KULTUR und gehen an die besten neuen Pop-, Rock- und Dance-Acts aus Europa, die grenzüberschreitende Chart-Erfolge feiern konnten. Unter den 10 Gewinnern sind u.a. Robin Schulz aus Deutschland, Seinabo Sey aus Schweden sowie Álvaro Soler aus Spanien. Bei der Verleihung im Rahmen des Eurosonic-Noorderslag-Festivals wird zudem noch der Gewinner des Publikumspreises bekannt gegeben, für den online abgestimmt werden kann. mehr

Aktuelles aus geförderten Projekten

7 Most Endangered: Nominierungen bekannt gegeben

14 europäische Kulturerbe-Stätten sind für das Programm „7 Most Endangered“ durch ein Panel internationaler Experten nominiert worden. Darunter ist auch das Schloss Divitz in Mecklenburg-Vorpommern. Das Programm „7 Most Endangered“ identifiziert gefährdete Monumente und Orte in Europa und mobilisiert öffentliche und private Partner auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene, um eine nachhaltige Zukunft für diese Stätten zu finden. Die sieben ausgewählten Stätten erhalten Unterstützung durch Kulturerbe- und Finanzexperten, die in multidisziplinären Teams die Stätten begutachten und bei der Formulierung eines Aktionsplans helfen. Das Programm ist Teil des Europäischen Netzwerkes „Mainstreaming Heritage“, das aus dem Programm Kreatives Europa gefördert und durch den europäischen Dachverband für Kulturerbe Europa Nostra koordiniert wird. Partner für das Programm „7 Most Endangered“ sind das European Investment Bank Institute und die Council of Europe Development Bank. Die Liste der sieben Gewinner wird bei einer öffentlichen Veranstaltung am 16. März 2016 in Venedig bekannt gegeben.  mehr

European Talent Exchange Programme 2.0 (ETEP)

Das Projekt European Talent Exchange Programme 2.0 (ETEP) wird aus dem KULTUR-Programm der EU gefördert. Musiker sollen dabei unterstützt werden, grenzüberschreitend tätig zu sein und eine internationale Karriere aufzubauen. Dafür bringt ETEP 90 Musik-Festivals und 25 Radiostationen der European Broadcasting Union zusammen. Mit dabei waren u.a. Annenmaykantereit aus Deutschland, Soak aus Irland und Rebeka aus Polen. Nach dem Ende von ETEP 2.0 wird das Projekt unter dem Titel ETEP 3.0 als Europäische Plattform fortgesetzt. mehr

EU-Kulturpolitik

EU-Kulturministerrat: Interkulturellen Dialog stärken

Am 23. und 24. November tagte der EU-Ministerrat in der Formation Bildung, Jugend, Kultur und Sport. Auf der Tagesordnung der Kulturminister stand die Annahme der "Schlussfolgerungen des Rates zur Kultur in den EU-Außenbeziehungen unter besonderer Beachtung der Entwicklungszusammenarbeit". Diskutiert wurde dabei, wie Kultur das außenpolitische Handeln der EU sinnvoll verstärken kann. Weiterhin nahmen die Kulturminister Schlussfolgerungen zur Änderung des Arbeitsplans für Kultur (2015-2018) an, die die Bedeutung des interkulturellen Dialogs stärken. Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation soll das Thema demzufolge in den kommenden Jahren vorrangig behandelt werden.  Hintergrund dafür ist die Forderung des Europäischen Rats vom Oktober 2015, dass Europa eine umfassendere Migrationsstrategie brauche. Dritter Tagesordnungspunkt für die Kulturminister war eine Debatte zum gemeinsamen Vorgehen gegen die Zerstörung von und den illegalen Handel mit kulturellem Erbe in Konfliktgebieten. Der große symbolische Wert des kulturellen Erbes sowie seine Bedeutung für Identität und interkulturellen Dialog wurden von den Ministern hervogehoben.  mehr

Arbeitsprogramm 2016 der EU-Kommission

Die EU-Kommission legt in jährlichen Arbeitsprogrammen Maßnahmen fest, die im Laufe des Jahres politisch ergriffen werden sollen. Ende Oktober stellte die Juncker-Kommission die für ihr zweites Amtsjahr geplanten Aktionen vor. 2016 wird unter dem Stern "No time for business as usual" stehen. Die EU-Kommission wird sich zwar weiterhin auf die Umsetzung der zu Beginn ihrer Amtszeit vorgelegten Leitlinien konzentrieren, jedoch wird es innerhalb dieser Bereiche 23 Schlüsselinitiativen geben. mehr

Termine

Horziont 2020 Infoveranstaltung: Kulturelles Erbe im Verbund beforschen, zusammen mit CED KULTUR // 19.01.2016, Bonn

Die Veranstaltung "Kulturelles Erbe im Verbund beforschen" bietet einen Überblick zu den aktuellen Kulturerbe-Ausschreibungen im Bereich Gesellschaftliche Herausforderungen in Horizont 2020 an. Neben der Vorstellung der Calls “Cultural heritage for sustainable growth“ und „Understanding Europe – promoting the European public and cultural space”, werden die verschiedenen Ansätze und Zugänge zu kulturellem Erbe auf EU-Ebene aufgegriffen. Der Creative Europe Desk KULTUR wird in einem Gastvortrag das Programm Kreatives Europa KULTUR vorstellen. Durchgeführt wird die Veranstaltung von den Nationalen Kontaktstellen Umwelt (NKS Umwelt) und Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften (NKS SWG). mehr

Fördermöglichkeiten

EU-Kommission: Förderung von Projekten gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit

Im EU-Programm „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft 2014-2020“ können ab sofort Projekte eingereicht werden, die Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und andere Formen von Intoleranz vorbeugen und sie bekämpfen. Gefördert werden transnationale Projekte, die gemeinsam von Einrichtungen aus mindestens fünf am Programm teilnehmenden Ländern durchgeführt werden. Prioritär sollen die Projekte den Austausch von guten Praktiken, den Kapazitätenaufbau in der Strafverfolgung von Hassdelikten oder die Unterstützung von Opfern umsetzen helfen. Die Projekte müssen mindestens 300.000 Euro beantragen. Sie können mit bis zu 80% durch die EU kofinanziert werden und bis zu zwei Jahre dauern. Insgesamt stellt die Generaldirektion Justiz und Verbraucher, die für das Programm verantwortlich ist, 5,4 Mio. Euro für den Aufruf zur Verfügung. mehr
Einreichfrist: 18. Februar 2016

Weihnachtsgrüße

Unseren letzten Newsletter im Jahr 2015 möchten wir dazu nutzen, Ihnen eine besinnliche und möglichst erholsame Weihnachtszeit, einen schönen Jahresausklang sowie einen kraftvollen Start in ein erfolgreiches Neues Jahr zu wünschen. Wir freuen uns darauf, Sie auch 2016 bei Fragen rund um die Kulturförderung der Europäischen Union tatkräftig zu unterstützen und sind gespannt auf zahlreiche kreative Projektideen. 

Unser Büro ist ab Mittwoch, dem 23. Dezember 2015, geschlossen. Ab Montag, dem 4. Januar 2016, sind wir wieder für Sie da.

 

Ihre Sabine Bornemann, Beate Aikens, Katharina Weinert und Christiane Dohms