Newsletter 16/2014 (02.12.2014)

KREATIVES EUROPA - KULTUR

  • Ausschreibungsunterlagen für zweijährige literarische Übersetzungsprojekte veröffentlicht

Fördermöglichkeiten in anderen EU-Programmen

  • Horizont 2020: Ausschreibung zu „Kulturerbe und Europäische Identitäten“ für Dezember erwartet

EU-Politik

  • EU-Kulturministerrat verabschiedet "Arbeitsplan Kultur 2015-2018"

KREATIVES EUROPA - KULTUR

 

Ausschreibungsunterlagen für zweijährige literarische Übersetzungsprojekte veröffentlicht

Im Teilprogramm KULTUR von KREATIVES EUROPA werden Übersetzungen von belletristischer Literatur unterstützt, die die kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Europäischen Union und in den Nachbarländern fördern sowie die länderübergreifende Verbreitung literarischer Werke und den Zugang zu diesen durch Erschließung neuer Publikumsschichten verbessern sollen. Im Rahmen der zweijährigen Übersetzungsprojekte können Verlagshäuser für die Übersetzung und Verbreitung von 3 bis 10 belletristischen Werken bis zu maximal 100.000 Euro (max. 50% der förderfähigen Kosten) beantragen. In dieser Förderkategorie wird es jährlich eine Einreichfrist geben. Der nächste Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für vierjährige Übersetzungsförderung (5-10 Werke pro Jahr) soll im November 2016 veröffentlicht werden.

Achtung Änderungen:
Eine wichtige Änderung in den Ausschreibungsunterlagen betrifft die Gewichtung der Vergabekriterien, die nun wie folgt aussieht:

1. Relevanz hinsichtlich der Programmziele: 30 Punkte (statt bisher 35)
2. Qualität des Inhalts und der Aktivitäten: 25 Punkte (statt bisher 30)
3. Kommunikation und Verbreitung: 20 Punkte (statt bisher 25)
4. Automatische Bonuspunkte für die Übersetzung von Werken, die mit dem Europäischen Literaturpreis (EUPL) ausgezeichnet wurden: 25 (statt bisher 10)

Neben der unterschiedlichen Gewichtung der Vergabekriterien wurden an den Antragsunterlagen und an der Checkliste der einzureichenden Unterlagen (s. Guidelines S. 26) Anpassungen vorgenommen. So dürfen dem Antragspaket, das per Post nach Brüssel geschickt wird, nur noch die elektronischen Versionen bzw. die eingescannten Versionen (Cover sowie die ersten und letzten 20 Seiten) der zur Übersetzung vorgeschlagenen Werke beigefügt werden. Gedruckte (Original)Ausfertigungen werden nicht mehr angenommen. Des Weiteren müssen die Lebensläufe des am Projekt beteiligten Personals nun zusammen mit der Strategie für die Übersetzung, den Vertrieb und die Bewerbung des übersetzten Pakets belletristischer Werke dem elektronischen Antragsformular angehängt werden. Ein Ansichtsexemplar des elektronischen Antragsformulars kann hier eingesehen werden.
Antragsteller sollten unbedingt darauf achten, die aktuellen Ausschreibungsunterlagen zu verwenden.

Bei Rückfragen rund um das Antragsverfahren stehen wir Ihnen als Creative Europe Desk KULTUR gerne beratend und unterstützend zur Seite. Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail!

Wir wünschen allen Bewerbern bei der Vorbereitung der Anträge viel Erfolg!


Einreichfrist: 4. Februar 2015

Zu den Ausschreibungsunterlagen

Fördermöglichkeiten in anderen EU-Programmen

Horizont 2020: Ausschreibung zu „Kulturerbe und Europäische Identitäten“ für Dezember erwartet

In Horizont 2020, dem Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, findet auch Kultur als europäisches Querschnittsthema Eingang. In der 6. Gesellschaftlichen Herausforderung „Europa in einer sich verändernden Welt: integrative, innovative und reflektierende Gesellschaften" wird es über die gesamte Förderperiode spezifische Ausschreibungen zu Kulturthemen geben.
Am 10. Dezember 2014 wird eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (engl. „Call for proposals“) mit dem Titel „Reflektierende Gesellschaften: Kulturerbe und Europäische Identitäten" (engl.  „Reflective Societies: Cultural Heritage and European Identities“) erwartet.
Gesucht werden Projektvorschläge, die sich mit der Entstehung und der Weitergabe von Kulturerbe im Zusammenhang mit der Europäisierung bzw. europäischen Integration befassen. Im konkreten Ausschreibungstext ist das jeweilige Förderinstrument festgelegt. Dies können Forschungs- und Innovationsmaßnahmen (engl. „Research and innovation actions“) sein, die von mindestens drei  Rechtspersonen (privat-rechtliche oder öffentlich-rechtliche Einrichtungen) aus mindestens drei am Programm teilenehmenden Ländern durchgeführt werden, oder Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (engl. „Coordination and support actions“), die auch durch Einzelantragsteller durchgeführt werden können.
Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, das vielfältige kulturelle Erbe Europas - sowohl das materielle als auch das immaterielle - zu valorisieren, die Schnittstellen zwischen dem Kulturerbe in Europa und der Herausbildung einer gemeinsamen europäischen Identität zu analysieren und Verbindungen mit dem europäischen Einigungsprozess aufzuzeigen. Auch das touristische Potenzial von Kulturerbe sollte dabei berücksichtigt werden.
Insgesamt ist die geplante Ausschreibung mit 17,5 Mio. Euro budgetiert. Für die Projekte können zwischen 1 und 2,5 Mio. Euro beantragt werden, je nach Projektbedarf ist dies flexibel handhabbar. Die Finanzierungsquote durch die EU liegt bei 100% für die direkten und bei 25% für die indirekten Kosten (Overhead-Pauschale).  mehr

Einreichfrist: 28. Mai 2015 um 17h MEZ

Weitere Informationen zur Ausschreibung erhalten Sie über die zuständige nationale Kontaktstelle für Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften (NKS SWG): www.horizont2020.de/beratung-nks-gesellschaften.htm und www.nks-swg.de

EU-Politik

EU-Kulturministerrat verabschiedet "Arbeitsplan Kultur 2015-2018"

Am 25. November verabschiedete der EU-Ministerrat in der Formation Bildung, Jugend, Kultur und Sport die Schlussfolgerungen für den neuen "Arbeitsplan Kultur 2015-2018". Der Arbeitsplan definiert für die kommenden vier Jahre, welche politischen Prioritäten im Kulturbereich auf Ratsebene und in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission behandelt und in Form von konkreten Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Insgesamt sieht der Arbeitsplan vier prioritäre Arbeitsbereiche vor: den Zugang zu Kultur, Kulturerbe, Kreativwirtschaft und Innovation sowie kulturelle Vielfalt. Letztere umfasst auch die Rolle von Kultur in den EU-Außenbeziehungen. Zudem gibt es nun zwei bereichsübergreifende Themen, die bei der Bearbeitung aller Prioritäten eine Rolle spielen sollen: der digitale Wandel und die Erarbeitung von (Kultur)Statistiken. Alle vier Prioritäten sowie die zwei Querschnittsthemen sind an die Europa 2020-Strategie angelehnt.

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